Auftakt 2026 mit Boulevard, Bahnhof und den neuen Smartments
Im ehemaligen Bunker am Hauptbahnhof könnten künftig Fahrräder parken. Am Boulevard dahinter stehen aktuell gastronomische Flächen leer. In den Smartments wenige Hundert Meter weiter wohnen Menschen mal eine Nacht, mal ein halbes Jahr. Drei Orte rund um den Hauptbahnhof, an denen derzeit viel los ist. Und genau dorthin führte die erste Ausgabe von „WEGE auf Schlür” in diesem Jahr.
Das Netzwerkformat bringt Makler:innen und Projektentwickler:innen regelmäßig dorthin, wo in der Stadt gerade etwas entsteht, sich verändert oder neu gedacht wird. Am späten Vormittag waren rund 20 Teilnehmende dabei, die einen klaren Anspruch hatten: hinschauen, einordnen, gemeinsam inspirieren lassen.

Erste Station: Boulevard
Den Auftakt machte Ivo Klumpp, Inhaber des Clubs „stereo“ und der „Liv Bar“ sowie Mitglied der „Werbegemeinschaft Boulevard“. Er nahm die Gruppe mit auf einen kleinen Rundgang und vermittelte dabei seine Perspektive auf den Boulevard mit all seinen Facetten. Ja, es gibt viele Leerstände. Aber Ivo Klumpp machte auch deutlich, was hier bereits geschieht: Menschen aus den umliegenden Städten kommen am Wochenende nach Bielefeld, um genau hier zu feiern. Ganz oben auf der Wunschliste stehen deshalb neue gastronomische Konzepte, die das Viertel auch tagsüber beleben sollen.
Zweite Station: Hauptbahnhof
Nur wenige Schritte weiter übernahm Mirca Loh vom Bauamt das Wort. Sie stellte die geplanten Veränderungen des Bahnhofsvorplatzes in den kommenden Jahren vor. Ein Projekt ist zum Beispiel das geplante Fahrradparkhaus im ehemaligen Bunker, das den Bahnhof als Mobilitätsknoten neu denken soll. Außerdem wurde die Umgestaltung des Bahnhof-Viertels angesprochen. Wie lassen sich Verkehr, Reisende und Aufenthaltsqualität an einem Ort miteinander vereinbaren? Aktuell wird dazu ein planerischer Wettbewerb zur Umgestaltung ausgerufen, in den auch die Nahariyastraße und die Stadthalle einbezogen sind. Der Bahnhof wird somit nicht allein betrachtet, sondern als Teil eines größeren Quartiers.
Dritte Station: Smartments
Zum Abschluss ging es in die neuen Smartments, ein Neubauprojekt der GBI Group, das sich direkt im Quartier befindet. Die Gruppe wurde durch das Haus geführt und konnte sich die Apartments, die man von einem Tag bis zu sechs Monaten mieten kann, selbst anschauen. Dieses Konzept schließt eine Lücke zwischen Hotel und klassischer Mietwohnung und ist gerade in dieser Lage sinnvoll.
Ausklang am Jahnplatz
Zum Abschluss ging es auf den Jahnplatz, wo das gemacht wurde, was bei „WEGE auf Schlür” mindestens genauso wichtig ist wie die Stationen selbst: reden, fragen, weiterdenken. Bei einer Currywurst kamen die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch – über das, was sie gerade gesehen hatten, und darüber, was sich daraus machen lässt. Auch dieser Auftakt hat wieder gezeigt: Wenn man die Akteur:innen der Bielefelder Immobilienwirtschaft auf die Straße bringt, entstehen Gespräche, die in keinem Konferenzraum so geführt würden.
Die nächste Ausgabe von „WEGE auf Schlür” steht bereits fest: Ende Juni geht es in die Medizinische Fakultät.