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Unsere FAQ geben Ihnen einen Überblick über aktuelle Hilfen und Regelungen.

Corona FAQs

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Corona

Aktualisiert am 29.03.2021

Welche Finanzierungshilfen gibt es aktuell?

Wer kann einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind alle Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die direkt und indirekt vom temporären Lockdown betroffen sind.

Antragsberechtigte Unternehmen
Antragsberechtigt sind Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro sowie Soloselbstständige, Freiberufler, Unternehmen aus dem Einzelhandel, der Reisebranche und der Pyrotechnikindustrie. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen, daher sind Unternehmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt. Für die direkt und indirekt betroffenen Unternehmen gilt ein Förderhöchstbetrag von bis zu 750.000 Euro pro Monat, der als Zuschuss gewährt wird. Die Bemessung der Zuschüsse orientiert sich an den Umsatzeinbrüchen. Es sollen Abschlagszahlungen bis maximal 100.000 Euro ermöglicht werden. Der Förderhöchstbetrag beträgt 750.000 Euro pro Monat.

Direkt betroffene Unternehmen:
 
Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.

Indirekt betroffene Unternehmen: 
Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Verbundene Unternehmen – also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebsstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Dies betrifft etwa eine Holdinggesellschaft, die sowohl Restaurants (geschlossen) und Einzelhandelsunternehmen (weiter geöffnet) hält – hier wird die Nothilfe gezahlt, wenn die Restaurants zu mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Holdinggesellschaft beitragen.

 

Welche Förderungen gibt es?

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU).

 

Zuschüsse über 1 Millionen Euro bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission. Die Bundesregierung ist derzeit in intensiven Gesprächen mit der Europäischen Kommission, um eine solche Genehmigung für höhere Zuschüsse zu erreichen.

Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

 

Welche Leistungen werden im Rahmen der Novemberhilfe angerechnet?

Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

 

Werden erzielte Umsätze angerechnet?

Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen.

Ein Beispiel: Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 Euro Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 Euro durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 Euro Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 Euro), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 Euro (25 Prozent von 10.000 Euro) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.

 

Wie erfolgt die Antragstellung für die Novemberhilfe?

Die Antragsstellung soll nach dem bisherigen Plan der Bundesregierung ab dem 25. November 2020 über die bundeseinheitliche IT-Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de möglich sein. Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro. Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro. Die Auszahlung der Abschlagszahlungen soll ab Ende November 2020 über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen. Die Antragstellung soll einfach und unbürokratisch erfolgen. Um Missbrauch vorzubeugen, werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.

Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie werden unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein.

Die Antragsfrist endet am 31. März 2021.

Die Unterstützung von Unternehmen, Betrieben, Selbständigen, Vereinen und Einrichtungen mit der außerordentlichen Wirtschaftshilfe (“Novemberhilfe”) wird auch für den Zeitraum der temporären Schließungen im Dezember fortgeführt. Es werden weiterhin Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 als Hilfen zur Verfügung gestellt. Antragsberechtigt sind auch alle Kommunalen Unternehmen.

 

Die Bundesregierung plant die Erhöhung der Abschlagszahlung für Unternehmen von bisher maximal 10.000 Euro auf künftig maximal 50.000 Euro, Solo-Selbstständige sollen weiterhin eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro erhalten.

Die Antragsfrist endet am 31. März 2021.

Die Bundesregierung hat am 12. Juni 2020 die Eckpunkte für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020). Das Land NRW ergänzt überdies das Zuschussprogramm um die sog. NRW Überbrückungshilfe Plus, mit dem v.a. Solo-Selbstständige und Freiberufler zusätzliche Unterstützung erhalten sollen.

Mehr Infos:

 

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren. Einbezogen sind Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind.

Eine Checkliste, ob Ihr Unternehmen antragsberechtigt ist, finden Sie unter: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Artikel/checkliste.html.

Antragsvoraussetzungen

Antragsvoraussetzung ist es, dass ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen musste. Das wird angenommen, wenn das Unternehmen im April und Mai 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 zu verzeichnen hatte. Der Antragsteller darf sich am 31. Dezember 2019 gemäß EU-Definition nicht in Schwierigkeiten befunden haben.

 Förderfähige Kosten

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende, vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten gemäß einer abschließenden Liste. Zahlungen an verbundene Unternehmen werden nicht berücksichtigt.

Die Liste beinhaltet Mieten und Pachten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen, Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten und geleasten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen, Grundsteuern, betriebliche Lizenzgebühren, Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben. Alle bisher aufgeführten Positionen müssen vor dem 01. März 2020 begründet worden sein. Zusätzlich umfasst sind Kosten für Auszubildende. Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit zehn Prozent der oben aufgeführten Fixkosten gefördert. Bei Reisebüros sind auch Provisionen, die Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt wurden, umfasst. Auch die Kosten für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer, die im Rahmen der Beantragung anfallen sind förderfähig.

Das Land ergänzt die Überbrückungshilfe um die sog. “NRW Überbrückungshilfe Plus”. Für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber*innen (bis max. 50 MA) können einmalig Zahlungen von 1.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate als Kompensation für den entgangenen Unternehmerlohn beantragt werden
(siehe https://www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe).

Förderhöhe

Erstattet werden bei einem jeweils gegenüber dem Vorjahresmonat gerechneten Umsatzeinbruch in den Monaten Juni bis August 2020 von

  • mehr als 70 Prozent: 80 Prozent der Fixkosten,
  • 50 bis 70 Prozent: 50 Prozent der Fixkosten,
  • 40 bis kleiner 50 Prozent: 40 Prozent der Fixkosten.

Die Umsätze werden, soweit noch nicht gesichert bekannt, für den Antrag geschätzt. Für Monate mit einem kleineren Umsatzeinbruch als 40 Prozent, entfällt der Anspruch anteilig. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro für drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro für drei Monate.

Antragstellung

Die Administration des Programms erfolgt vollständig digital. Anträge sind über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu stellen, der die Antragsvoraussetzungen prüft und sich auf dem bundeseinheitlichen Portal registriert. Die Auszahlungsfristen enden am 30. November.

Die Antragsfristen enden am 31. August 2020 und die Auszahlungsfristen am 30. November 2020.

Von September bis Dezember 2020 wurde die Überbrückungshilfe mit der sogenannten 2. Phase fortgesetzt. Dabei wurden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet. Die Antragsfrist wurde im Februar verlängert und ist jetzt bis zum 31. März 2021 möglich.

 

Antragsberechtigt sind:

  • kleine und mittelständische Unternehmen mit entweder einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten,
  • oder einem Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum (bisher Umsatzeinbruch von 60% in April und Mai 2020).

Kleinbeihilfenregelung
Am 28.01.2021 erhöhte die Europäische Kommission die beihilferechtlichen Obergrenzen für Kleinbeihilfen auf 1,8 Millionen Euro (zuvor 800.000 Euro) und für Fixkostenhilfen auf 10 Millionen Euro (zuvor 3 Millionen Euro) pro Unternehmen.
Die Überbrückungshilfe II fiel beihilferechtlich bislang ausschließlich unter die „Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020“. Nach dieser Regelung ist der Zuschuss an den Nachweis von Verlusten im Förderzeitraum geknüpft.

Das Bundeswirtschaftsministerium gab am 2.2.2021 bekannt, dass die Überbrückungshilfe II rückwirkend statt als Fixkostenhilfe nun auch auf Grundlage der Kleinbeihilfenregelung, für die ein Verlustnachweis nicht erforderlich ist, gewährt werden kann. Der Wegfall des Verlustnachweises bedeutet nicht nur eine Vereinfachung für die Unternehmen, sondern in manchen Fällen auch eine höhere Zahlung, da die Verlustrechnung zu einer Kürzung der Überbrückungshilfe führen kann. Auch im Falle bereits vorgenommener Verlustrechnungen können sich durch die rückwirkende Änderung Zahlungen nachträglich erhöhen.

Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die für die Kleinbeihilfenregelung geltende Beihilfehöchstgrenze von 1,8 Millionen Euro nicht überschritten wird. Dabei sind auch andere erhaltene staatliche Hilfen (beispielsweise Überbrückungshilfe I, November-/Dezemberhilfe oder KfW-Schnellkredit), die auf Basis dieser Regelung gewährt wurden, bei der Berechnung des Höchstbetrags zu berücksichtigen.

Möchten Unternehmen das neue Wahlrecht nutzen, ist bei der ohnehin notwendigen Schlussabrechnung explizit anzugeben, dass die Überbrückungshilfe II auf Grundlage der „Bundesregelung Kleinbeihilfen“ gewährt werden soll.

Förderhöhe:

Mit der 2. Phase der Überbrückungshilfe entfiel die s. g. KMU-Schwelle, wonach innerhalb der 1. Phase bei Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten nur max. 9.000 Euro, mit bis zu 10 Beschäftigten nur max. 15.000 Euro förderfähig waren. Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe betrug 50.000 Euro pro Monat. Damit konnten Unternehmen je nach Höhe betrieblicher Fixkosten für die vier Monate bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten.

Darüber hinaus erhöhte sich die monatliche Fixkostenerstattung:

  • 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
  • 60% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten),
  • 40% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 30% und unter 50% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch). jeweils Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.


Die Personalkostenpauschale wurde von 10% auf 20% erhöht.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe II war bis 31.12.2020 möglich und wird nun mit der sog. Überbrückungshilfe III bis zum 31. August 2021 verlängert.

Antragsberechtigte Unternehmen

Antragsberechtigt sind Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro sowie Soloselbstständige, Freiberufler, Unternehmen aus dem Einzelhandel, der Reisebranche und der Pyrotechnikindustrie. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen, daher sind Unternehmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt. Für die direkt und indirekt betroffenen Unternehmen gilt ein Förderhöchstbetrag von bis zu 750.000 Euro pro Monat, der als Zuschuss gewährt wird. Die Bemessung der Zuschüsse orientiert sich an den Umsatzeinbrüchen. Es sollen Abschlagszahlungen bis maximal 100.000 Euro ermöglicht werden. Der Förderhöchstbetrag beträgt 750.000 Euro pro Monat.

Überbrückungshilfe III für Unternehmen mit Umsatzrückgängen

Alle Unternehmen mit mehr als 30 % Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten. Bisherige Differenzierungen nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit entfallen damit. Die Beantragung der Überbrückungshilfe III hat weiterhin über Steuerberater/innen, Wirtschaftsprüfer/innen, Rechtsanwälte/innen und vereidigte Buchprüfer/innen zu erfolgen. Die Obergrenze für die Fixkostenerstattung liegt bei 500.000 Euro pro Monat.

Förderhöhe

Die Förderhöhe von bisher 200.000 bzw. 500.000 Euro wird auf eine Förderhöchstgrenze von
bis zu 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat und Unternehmen unter Berücksichtigung des europäischen Beihilferechts angehoben. Erste Abschlagszahlungen sollen im Februar 2021 erfolgen.

Gezielte Regelungen für besonders betroffene Branchen
Für den Einzelhandel wird der Wertverlust für unverkäufliche Ware und Saisonware der Wintersaison 2020/2021 als Kostenposition anerkannt. Ebenso können Investitionen für die bauliche Modernisierung, Umsetzung von Hygienekonzepten und Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung als Kostenposition geltend gemacht werden, wie z. B. Investitionen in den Aufbau oder die Erweiterung eines Online-Shops.

Bei der Reisebranche wurden bisher die Kosten und Umsatzausfälle durch Absagen und Stornierung berücksichtigt. Diese Regelung wird nun ergänzt, externe Vorbereitungs- und Ausfallkosten werden um eine 50 prozentige Pauschale für interne Kosten erhöht und bei den Fixkosten anerkannt.

Für Unternehmen aus der Pyrotechnikindustrie gilt eine branchenspezifische Regelung. Sie können eine Förderung für die Monate März bis Dezember 2020 beantragen. Ebenso können Lager- und Transportkosten für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 zum Ansatz gebracht werden.

Sonderhilfe für Soloselbstständige
Soloselbstständige sollen eine einmalige „Neustarthilfe“ als Betriebskostenpauschale in Höhe von max. 7.500 Euro (bisher 5.000 Euro) unter verbesserten Anspruchsvoraussetzungen erhalten.

Die Härtefallhilfen und ergänzen die bisherigen Wirtschaftshilfen. Die Härtefallhilfen sollen diejenigen Unternehmen unterstützen, die aufgrund von speziellen Fallkonstellationen unter den bestehenden umfassenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern nicht berücksichtigt sind, deren wirtschaftliche Existenz aber infolge der Corona-Pandemie bedroht wird.

 

Antragsberechtigung: Zugang zu den Härtefallhilfen haben grundsätzlich Unternehmen und Selbstständige. Das jeweilige Bundesland legt die zu erbringenden Angaben zur Antragsberechtigung des Antragstellenden in Anlehnung an die Überbrückungshilfen III fest. Die Angaben umfassen ablehnende Bescheide bisheriger Förderanträge bzw. die Darlegung der Gründe für die fehlende Antragsberechtigung in den bestehenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern.

 

Antragstellung und -bewilligung: Die Antragstellung erfolgt bei den Ländern und grundsätzlich über „prüfende Dritte“, also beispielsweise über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Die zuständige Bewilligungsstelle der Länder entscheidet über die Art und Höhe der Hilfe in eigener Regie unter Billigkeitsgesichtspunkten im Rahmen der verfügbaren Mittel. Jedes Land richtet dazu einen geeigneten Entscheidungsmechanismus, beispielsweise eine „Härtefallkommission“ ein. Die Bewilligung durch die zuständigen Stellen muss beihilferechtskonform erfolgen.

 

Sobald der WEGE mbH weitere Informationen zu den Härtefallhilfen vorliegen, werden diese hier ergänzt.

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Leistungen der Grundsicherung angerechnet.

Wer kann die Förderung beantragen?

Soloselbständige aller Branchen, die

  • ihre selbstständige Tätigkeit als freiberuflich Tätige oder Gewerbetreibende im Haupterwerb ausüben,
  • weniger als eine Vollzeit-Angestellte oder einen Vollzeit-Angestellten beschäftigen,
  • bei einem deutschen Finanzamt für steuerliche Zwecke erfasst sind,
  • keine Fixkosten in der Überbrückungshilfe III geltend gemacht haben oder geltend machen und
  • ihre selbständige Geschäftstätigkeit vor dem 1. Mai 2020 aufgenommen haben.

Derzeit können nur natürliche Personen einen Antrag auf Neustarthilfe stellen, die ihre selbständigen Umsätze als freiberuflich Tätige oder als Gewerbetreibende für die Berechnung der Neustarthilfe zugrunde legen. In einem zweiten, späteren Schritt wird das Antragsverfahren auch geöffnet für Soloselbständige, die anteilige Umsätze aus Personengesellschaften für die Berechnung der Neustarthilfe zugrunde legen wollen oder die alleinige Gesellschafterinnen oder alleinige Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft (d.h. Antragstellung durch juristische Personen) sind.

Was und wie wird gefördert?

Der Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500 Euro, und wird in einem Betrag ausgezahlt.

Erfüllt eine soloselbständige Person die Antragsvoraussetzungen, wird die Neustarthilfe als Vorschuss ausgezahlt, bevor die tatsächlichen Umsätze im Förderzeitraum feststehen. Erst nach dessen Ablauf, also ab Juli 2021, wird auf Basis des endgültig realisierten Umsatzes der Monate Januar bis Juni 2021 die Höhe der Neustarthilfe berechnet, auf den die Soloselbständige bzw. der Soloselbständige Anspruch hat. Diese Endabrechnung ist bis zum 31. Dezember 2021 zu erstellen. Die soloselbständige Person darf die als Vorschuss gewährte Neustarthilfe in voller Höhe behalten, wenn sie Umsatzeinbußen von über 60 Prozent zu verzeichnen hat. Fallen die Umsatzeinbußen geringer aus, ist die Neustarthilfe (anteilig) bis zum 30. Juni 2022 zurückzuzahlen. Sie ist somit als Liquiditätsvorschuss zu verstehen, der im Falle eines positiven Geschäftsverlaufs der Soloselbständigen Person (anteilig) zurückgezahlt werden muss.

Wie stellen Sie den Antrag?

Soloselbstständige, die die einmalige Neustarthilfe beantragen, müssen ihre Anträge direkt auf direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen. Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung.

Wichtige Hinweise:

  1. Jede soloselbständige Person kann nur einen Antrag auf Neustarthilfe für den gesamten Förderzeitraum stellen.
  2. Der Direktantrag auf Neustarthilfe kann nur einmal gestellt werden. Eine nachträgliche Änderung des Antrags nach dem Absenden ist nicht möglich. Bitte füllen Sie den Direktantrag daher sorgfältig und in Ruhe aus.
  3. Sie können entweder die Neustarthilfe oder die Überbrückungshilfe III in Anspruch nehmen. Wenn Sie einen Antrag auf Neustarthilfe gestellt haben, kann dieser zu einem späteren Zeitpunkt auch nicht zurückgezogen werden, um die Überbrückungshilfe III beantragen zu können.

Anträge können einmalig bis zum 31. August 2021 gestellt werden.

Eine Antragstellung ist nicht mehr möglich!

Unternehmen, die die NRW-Soforthilfe beantragt haben, werden aktuell nicht mehr im sog. Rückmeldeverfahren per E-Mail angeschrieben. Eigentlich sind Zuwendungsempfänger*innen verpflichtet, den Anteil der Soforthilfe zurückzuzahlen, der höher als der tatsächliche Liquiditätsbedarf im Förderzeitraum ist. 
Durch den zweiten Lockdown hat sich das NRW-Soforthilfeteam dazu entschieden die Soforthilfe erst im nächsten Jahr abzurechnen. Wer trotzdem z.B. aus steuerlichen Gründen eine Abrechnung wünscht kann diese anfordern.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1.  Vorgezogene freiwillige Abrechnung
    Gerne können Sie diesen Link zum Abrechnungsverfahren nutzen, um Ihre persönliche Förderhöhe zu ermitteln. Sollten Sie feststellen, dass Ihnen mit der Pauschale zu viel Fördermittel ausgezahlt wurden, können Sie diese freiwillig vorzeitig zurückzahlen. Nutzen Sie diesen Link bitte auch, wenn Sie bereits freiwillig Rückzahlungen vorgenommen haben.
  2. Abrechnung nach Aufforderung im nächsten Jahr
    Alternativ kommen wir wegen der Berechnung Ihrer persönlichen Förderhöhe im nächsten Jahr auf Sie zu, da wir die Abrechnung der Fördermittel mit dem Bund vornehmen müssen. Für eine eventuelle (Teil-) Rückzahlung gewähren wir Ihnen großzügig bemessene Fristen.


Auf die Abrechnungsmodalitäten hat der Zeitpunkt der Abrechnung keinen Einfluss. Es entstehen Ihnen daher keine Nachteile bei einer vorgezogenen Abrechnung.

Infos zum Rückmeldeverfahren: https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020-rueckmeldeverfahren und unter der Telefonhotline 0211 – 7956 4995.

Grundsätzlich können Unternehmen auch weiterhin auf bekannte Förderkredite und -angebote der KfW-Bank zurückgreifen, die im Zuge der Krisenbewältigung zu günstigeren Konditionen beantragt werden können. In vereinfachten, unbürokratischen Prüfverfahren stehen auch diese Hilfen aktuell Unternehmen sehr schnell zur Verfügung. Sie können über das bewährte Hausbankverfahren als Kredit für Investitionen und ab sofort auch für Betriebsmittel beantragt werden, sofern das Unternehmen zum 31.12.2019 noch keine Liquiditätsprobleme hatte. Die Produkte sind u.a.:

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen unabhängig von der Anzahl an Beschäftigen und Solo Selbstständige (verlängert bis 30.06.2021)
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Konsortialfinanzierung ab 25 Mio. Euro


Weitere Informationen zur KfW-Corona-Hilfe finden Sie unter: www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html, bei der Hotline der KfW unter 0800/5399001 oder bei ihrer Hausbank bzw. ihrem Finanzierungspartner.

Die NRW.Bank hat im Zuge aktueller Programmanpassungen seinen NRW.Bank Universalkredit überarbeitet. Er dient in erster Linie dazu Betriebsmittel aber auch Investitionen zu finanzieren, sowohl bei etablierten Unternehmen als auch bei Freiberuflern und Existenzgründern. Aktuell wird die Risikoübernahme (für die Hausbank) ausgeweitet und neue Laufzeitvarianten angeboten, um die krisenbedingten Liquiditätsbedarfe einfacher zu überbrücken. Einen Überblick über weitere Hilfen der NRW-Bank finden Sie unter: https://www.nrwbank.de/de/themen/gruendung/corona-hilfe-nrwbank.html oder bei der Telefon-Hotline 0211-91747 4800

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch Bürgschaften der Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro) und des Landesbürgschaftsprogramms (ab 2,5 Mio. Euro, auch Großunternehmen) besichert werden.  Die Verbürgungsquote wird aktuell auf 80 Prozent (bis 10 Jahre Laufzeit) oder gar auf 90 Prozent (bis zu 6 Jahre Laufzeit) erhöht. Ebenso sind ExpressBürgschaften für Kredite bis 250.000 Euro als schnelle Hilfen verfügbar. Freiberufler*innen (max. 10 Mitarbeitenden) und kleine Unternehmen können eine Schnellbürgschaft bis zu 250.000 Euro mit 100 Prozent Verbürgungsquote abschließen.

Kleine Unternehmen und Existenzgründer haben außerdem die Möglichkeit, aus dem Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen. Die Mezzaninfinanzierung als stille Beteiligung führt zur sofortigen Liquiditätsstärkung und verbessert das Rating bzw. die Kreditwürdigkeit des Unternehmens. Hier finden Sie weitere Informationen zum Mikromezzaninfonds.

Sollten Sie weitere Fragen zu Förderhilfen in NRW haben, hilft Ihnen das NRW.BANK-Service-Center: 0211/917414800 oder Ihre Hausbank bzw. Ihr Finanzierungspartner weiter.

Bundesprogramm „Neustart Kultur“

Rund eine Milliarde Euro stellt die Bundesregierung zur Verfügung, um das kulturelle Leben wieder anzukurbeln. Darin enthalten ist eine finanzielle Unterstützung für insbesondere privat geführte Einrichtungen, die ihren Betrieb unter erschwerten Voraussetzungen (z.B. Umsetzung Hygienekonzept, Online-Ticketing-System, Modernisierung Belüftung etc.) wieder aufnehmen. Den Löwenanteil bildet ein nach Sparten (Musik, Theater und Tanz, Film, Sonstiges) aufgeteilter Nothilfetopf, mit dem die zahlreichen kleinen und mittleren, privatwirtschaftlich geführten Kulturstätten und -projekte unterstützt werden sollen, damit diese wiederum ihren Betrieb aufnehmen und wieder Arbeitsmöglichkeiten bieten bzw. neue Aufträge an freiberuflich Tätige und Soloselbstständige vergeben können. Zusätzlich können alternative, auch digitale Angebote ebenfalls gefördert werden, die der Vermittlung, Vernetzung und Verständigung im Kulturbereich dienen (u.a. Museum 4.0). Schließlich gibt es noch eine Hilfe für den privaten Rundfunk, der durch den Einbruch an Werbeeinnahmen schwer getroffen ist. Weitere Infos folgen auf: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/weg-frei-fuer-neustart-kultur-1766040

NRW-Stärkungspaket „Kunst und Kultur“

Besonders krisengebeutelt ist die Branche der Kultur- und Kunstschaffenden. Dies haben NRW-Ministerpräsident Laschet und Vertreter*innen der Kultursparten, Verbände und Institutionen bei einem virtuellen Kulturgipfel Anfang Juli festgestellt und über Perspektiven und Zukunft der Szene in NRW beraten. Bei diesen Beratungen kam ein Stärkungspaket heraus, das zwei Bausteine umfasst: 1) ein großangelegtes Stipendienprogramm für freischaffende Künstler*innen (ca. 15.000 Stipendien von jeweils 7.000 Euro, insgesamt ca. 105 Mio. Euro) und 2) einem Stärkungsfonds für Kultureinrichtungen (v.a. vom Land und Kommunen getragene Einrichtungen oder freie gemeinnützige Initiativen, insgesamt ca. 80 Mio. Euro). Beides ergänzt das Bundesprogramm „Neustart Kultur“. Die Ausschreibung für das Stipendienprogramm soll zeitnah erfolgen. Weitere Infos auf den Seiten des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft: https://www.mkw.nrw/presse/staerkungspaket-nrw

Das Stipendienprogramm des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft ist in der Zwischenzeit ausgelaufen. Die Anstragstellungen für den Stärkungsfond können bis zum 16. November 2020 eingereicht werden.

Grundsicherung für Selbstständige

Freiberufliche Künstler*innen können als Selbstständige eine Grundsicherung beim Jobcenter beantragen, wenn die Arbeitszeit unter 15 Wochenstunden liegt; in Notfällen als Soforthilfe ohne Vermögensprüfung. Beinhaltet sind Miete, Grundsicherung von 400 – 500 Euro, Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse. Der Antrag kann jederzeit formlos telefonisch oder schriftlich gestellt werden. Der Neuantrag auf Arbeitslosengeld II ist online abrufbar:
http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld2.

Für Selbstständige und Unternehmen bieten Bund und Länder derzeit eine Reihe steuerlicher Entlastungen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Herabsetzung oder Stundung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer auf Antrag
    Die Finanzverwaltung kommt von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen weitest möglich aus. Für Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung.
  • Aussetzung der Vollstreckungsmaßnahmen
    Auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden soll bis zum Ende des Jahres verzichtet werden. Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, sollen erlassen werden. Dies betreffen die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.
  • Stundung von Sozialbeiträgen
    Für Unternehmen in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten besteht die Möglichkeit, die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen zu beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass eine erhebliche Härte für das Unternehmen vorliegt. Diese ergibt sich wiederum, wenn sich das Unternehmen aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befindet oder wenn es im Falle des sofortigen Einzugs in diese geraten würden. Im Sozialgesetzbuch § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV sind die Voraussetzungen beschrieben. Die Stundung wird gegen eine angemessene Verzinsung und in der Regel nur gegen Sicherheitsleistungen gewährt. Über den Stundungsantrag sowie die Bedingungen entscheiden die Krankenkassen. Bitte wenden Sie sich als betroffenes Unternehmen direkt an die zuständige Krankenkasse.


Antragsübersicht:
https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus

Anleitung zur Erstattung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung via ELSTER:
https://www.finanzverwaltung.nrw.de/sites/default/files/asset/document/anleitung_ust-svz.pdf

Antrag auf Steuererleichterung: https://www.finanzverwaltung.nrw.de/sites/default/files/asset/document/antrag_steuererleichterungen.pdf

Kontaktieren Sie das für Sie zuständige Finanzamt, welche Regelungen Sie in Anspruch nehmen können.

Sollten Sie eine solche freiwillige Sozialversicherung bei der Arbeitsagentur im Rahmen der Existenzgründung abgeschlossen haben, sollten Sie es nicht versäumen, diese nun bei einer Existenzgefährdung in Anspruch zu nehmen. Dazu gibt es jedoch einige Richtlinien, die Sie einhalten müssen, um tatsächlich das Arbeitslosengeld zu erhalten.

Formal schreibt die Bundesagentur für Arbeit als Voraussetzung vor, dass die wöchentliche Arbeitszeit weniger als 15 Stunden betragen muss, um das Arbeitslosengeld aus der freiwilligen Versicherung zu erhalten. Ein Zuverdienst von 165 Euro pro Monat ist während der Inanspruchnahme möglich – alle weiteren Einnahmen werden angerechnet.

Eine Gewerbeabmeldung ist dabei unumgänglich. Informieren Sie sich daher unbedingt vorab bei Ihrem Sachbearbeiter bei der Bundesagentur für Arbeit.

Auch für Start-ups stellt das Land NRW eine zusätzliche Finanzierungshilfe bereit. Mit dem neuen Programm NRW.Start-up akut (www.nrwbank.de/start-up-akut) können innovative, wachstumsorientierte Unternehmen (Kapitalgesellschaften) in der Seed- oder Start-up-Phase (bis drei Jahre nach Gründung) ein sog. Wandeldarlehen beantragen. Die Fördersumme von 15.000 bis 200.000 € ist de-minimis-relevant und kann bei Eintritt eines neuen Investors in Eigenkapital umgewandelt werden. Bei Beantragung ist jedoch noch kein privater Co-Investor notwendig.

Darüber hinaus stehen die bewährten Finanzierungsangebote NRW.SeedCap und NRW.Bank Venture Fonds zu verbesserten Konditionen zur Verfügung. Beide Angebote setzen die Beteiligung eines weiteren Investors (Business Angel bzw. Gesellschafter oder Co-Investor) voraus und spiegeln dessen Investitionen pari passu.

www.nrwbank.de/seedcap
www.nrwbank.de/venturefonds

Gewerbesteuer
Unternehmen können die Stundung der Gewerbesteuervorauszahlung beantragen, wenn sich die aktuelle wirtschaftliche Situation verändert.

Grundsteuer
Auch die Zahlung der Grundsteuer können Unternehmen stunden lassen.

Vergnügungssteuer
Geschlossene Betriebe müssen keine neuen Vergnügungs- und Wettbürosteuern zahlen. Steuerforderungen, die vor der Schließung entstanden sind, können gestundet werden.

Möchten Sie eine Stundung vornehmen, dann schicken Sie eine formlose E-Mail mit Ihrem Anliegen und der Schilderung des Sachverhalts an amt200@bielefeld.de


Mietzahlungen an den Immobilienservicebetrieb (ISB) der Stadt Bielefeld

Der ISB stundet Mietzahlungen für gewerbliche Mieter für bis zu sechs Monate. Wenn Sie hiervon Gebrauch machen möchten, schicken Sie eine E-Mail an immobilienservicebetrieb@bielefeld.de

Für anliegende Gewerbetreibende wird die Erhebung von Gebühren für die Sondernutzung öffentlicher Verkehrsflächen für das gesamte Jahr 2020 ausgesetzt.

Die Coronakrise soll nicht zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen werden“, so kündigt das Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das neue Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ an, mit dem Ausbildungsbetriebe aus allen Branchen und Wirtschaftsbereichen sowie ausbildende Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen unterstützt werden sollen. Antragsberechtigte KMUs sollen dabei unterstützt werden, dass sie:

  • vorhandene Ausbildungskapazitäten erhalten
  • oder
    Ausbildungskapazitäten ausbauen,
  • Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden,
  • Auftrags- und Verbundausbildung fördern und
  • Anreize zur Übernahme im Falle einer Insolvenz erhalten.

Es stehen hierfür Ausbildungsprämien zur Verfügung, so dass z.B. für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 2.000 Euro (zu 1) oder einmalig 3.000 Euro für jeden zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag (zu 2) gezahlt werden. Ebenso werden 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung übernommen, wenn die Ausbildungsaktivität trotz erheblichem Arbeitsausfalls (mind. 50 Prozent) fortgesetzt wird. Sind KMU temporär nicht in der Lage die Ausbildung fortzusetzen, können andere KMU, überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister einspringen und dafür Förderung erhalten (zu 4). Und schließlich erhalten KMUs eine Prämie von 3.000 Euro, wenn sie Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen anderen KMUs übernehmen (zu 5). Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum von 24.06.2020 bis 15.02.2021 beginnen. 


Den Antrag stellen Unternehmen bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit, die sie über die Dienststellensuche unter https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/metasuche/suche/dienststellen einfach ermitteln können. Weitere Informationen zu Antragsvoraussetzungen, weiteren Unterlagen so wie das Antragsformular, finden Sie unter https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern.

 

Welche Maßnahmen und Regeln gelten in NRW und Bielefeld

Grundregeln

  • Persönliche Treffen bitte auf das absolute Mindestmaß und das Erlaubte reduzieren.
  • Partys und vergleichbare Feiern sind generell untersagt.
  • Im öffentlichen Raum mindestens anderthalb Meter Abstand zu anderen Menschen halten.
  • Treffen ohne Mindestabstand sind nur in Ausnahmefällen gestattet. Dazu gehören beispielsweise:
    – Treffen innerhalb des eigenen Hausstandes;
    – Treffen von zwei Hausständen mit maximal fünf Personen. Kinder bis zu 14 Jahren zählen dabei nicht mit.
    Wichtig: Weitere Informationen zu dieser Regelung unter den Bedingungen der Corona-Notbremse.
  • Betreuungsangebote in Schulen (unter Beachtung der Corona-Betreuungsverordnung);
  • Betreuungsangebote in Kitas (unter Beachtung der Corona-Betreuungsverordnung);
  • Besuch von Spielplätzen im Freien durch Kinder;
  • Fahrten im öffentlichen Personenverkehr – dies gilt auch für Fahrdienste zu den Impfzentren;
  • zwingende Zusammenkünfte zur Berufsausübung;
  • Treffen naher Angehöriger bei Beerdigungen und standesamtlichen Trauungen.

Bitte immer auf die Hygieneregeln achten, also beispielsweise regelmäßig die Hände waschen und grundsätzlich in die Armbeuge niesen.
Empfehlenswert ist zudem, die Corona-Warn-App auf dem Handy zu installieren und zu nutzen.


Corona Notbremse

  • Liegt die 7-Tages-Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt an drei Werktagen in Folge über dem Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, greift die Corona-Notbremse.

    Dann entscheidet die betroffene Kommune in enger Abstimmung mit dem NRW-Gesundheitsministerium zwischen zwei Varianten: strenger Lockdown mit Aufhebung der zum 8. März 2021 in Kraft getretenen Öffnungen oder Abfederung der Einschränkungen durch Nutzung der Test-Option. Dann können bestimmte Öffnungen beibehalten werden – wenn die beteiligten Personen ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorweisen können. 

  • Dieses Konzept ist möglich, weil in Nordrhein-Westfalen innerhalb kürzester Zeit eine flächendeckende Infrastruktur von mehr als 4.800 Teststellen für sogenannte Bürgertestungen aufgebaut werden konnte. So ist die Durchführung eines Corona-Schnelltests für jedermann ohne Probleme und schnell möglich.


Tests

  • Wenn das Vorliegen eines negativen Schnelltests oder Selbsttests erforderlich ist, um ein Angebot zu nutzen, muss es sich um ein in der Corona-Test- und Quarantäneverordnung vorgesehenes Testverfahren handeln.
  • Das Ergebnis muss von einer in der Corona-Teststrukturverordnung vorgesehenen Teststelle schriftlich oder digital bestätigt werden.
  • Die Testbestätigung bitte dabei haben, wenn ein Angebot genutzt werden soll, für das ein negatives Testergebnis erforderlich ist.
  • Ist ein tagesaktueller Test erforderlich, darf er höchstens 24 Stunden alt sein.  
  • Wichtig: Aktuell sieht die Verordnung einen Fall vor, in dem negative Testergebnisse vorgeschrieben sind – für körpernahe Dienstleistungen, bei denen die Kundschaft keine Maske tragen kann (Beispiel: Bart stutzen beim Friseur). Ausdrücklich gilt diese Regelung nicht für medizinisch notwendige Dienstleistungen.
    • Für eine Übergangszeit bis 1. April 2021 kann der Nachweis dort auch durch Corona-Selbsttests erfolgen, die von den Kundinnen und Kunden unmittelbar vor der Dienstleistung im Beisein des Dienstleisters vorgenommen werden.
    • Auch die alle zwei Tage vorgeschriebene Testung des Personals kann im März 2021 durch Selbsttests vorgenommen werden, die Ergebnisse sind eine Woche aufzubewahren.


Kirchen und Religionsgemeinschaften

  • Die Religionsausübung ist ein hohes Gut, sie ist durch das Grundgesetz geschützt.
  • Dennoch sind die Kirchen und Religionsgemeinschaften aufgefordert, eigenverantwortlich zu entscheiden, ob Gottesdienste und andere Versammlungen angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens als Präsenzveranstaltungen stattfinden können.
    • Über Versammlungen mit Anwesenheit der Beteiligten müssen die örtlich zuständigen Behörden informiert werden.
  • Falls die Beteiligten zu der Einschätzung kommen, dass Versammlungen mit Anwesenheit möglich sind, müssen die Kirchen und Religionsgemeinschaften für die Einhaltung folgender Voraussetzungen sorgen:
    • Einhaltung des Mindestabstands von anderthalb Metern, Tragen einer medizinischen Maske auch am Sitzplatz, Einführung eines Anmeldeverfahrens, Begrenzung der Teilnehmerzahl, Erfassung der Kontaktdaten und Verzicht auf gemeinsamen Gesang.


Hochschulen, Schulen und Kitas


Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen

  • Der Betrieb von Krankenhäusern, Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten und Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen soll auf Basis eines einrichtungsbezogenen Konzepts geregelt werden. 
  • Für vollstationäre Pflegeeinrichtungen und besondere Wohnformen der Eingliederungshilfe gilt: Mindestens jeden dritten Tag sind das Pflegepersonal und alles weitere Personal, das – auch indirekt – Kontakt zu Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besuchern hat, auf das Coronavirus zu testen. Dafür reicht der Antigen-Schnelltest.
  • Das gilt auch für das Personal ambulanter Pflegedienste, wenn sie Kontakt zu Pflegebedürftigen haben – allerdings ist für sie alle zwei Tage ein Test vorgeschrieben.
  •  Besucherinnen und Besucher von Pflegeheimen und besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe dürfen die Einrichtung nur betreten, wenn sie einen aktuellen Coronatest mit negativem Ergebnis vorlegen können.


Sport, Kultur und Freizeit

  • Angebote und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen, müssen zu großen Teilen eingestellt bzw. geschlossen bleiben. Dazu gehören unter anderem:
    • Theater, Opern- und Konzerthäuser, Kinos (außer: Autokinos); 
    • Schwimmbäder (bis auf bestimmte Schwimmkurse), Thermen;
    • Spielhallen und Spielbanken;
    • Clubs und Diskotheken;
    • Ausflugsfahrten mit Schiffen, Kutschen, historischen Eisenbahnen;
    • Bordellbetriebe.
  • Möglich ist der Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern und ähnlichen Einrichtungen – wenn Terminbuchung, Rückverfolgung und begrenzter  Zugang (eine Person pro 20 Quadratmeter in geschlossenen Räumen) sichergestellt sind. Diese Regelungen gelten auch für Zoos, Tierparks und Botanische Gärten.
  • Gemeinsamer Sport, Sportfeste und andere Sportveranstaltungen sind im Amateur- und Freizeitbereich ganz überwiegend untersagt, Fitnessstudios müssen noch geschlossen bleiben. 
  • Ausnahmen:
    • Erlaubt ist Individualsport unter freiem Himmel (auch auf Sportanlagen) unter Einhaltung des Mindestabstands sowie Ausbildung im Einzelunterricht.
    • Darüber hinaus können bis zu 20 Kinder (maximal 14 Jahre alt) mit bis zu zwei Aufsichtspersonen trainieren.
      • Wichtig: Diese Regelungen können unter den Bedingungen der Corona-Notbremse eingeschränkt werden.
    • Profisport ist unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, Zuschauer sind allerdings nicht zugelassen.
    • Das Bewegen von Pferden ist aus Tierschutzgründen im zwingend erforderlichen Umfang zulässig, sport- und trainingsbezogene Übungen sind untersagt.


Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie

  • Unter Auflagen (z. B. Masken- und Abstandspflicht) zulässig ist der Betrieb von
    • Einrichtungen des Einzelhandels für Lebensmittel, Direktvermarktungen von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdiensten sowie Getränkemärkten;
    • Wochenmärkten mit Verkaufsständen für Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs;
    • Apotheken, Reformhäusern, Sanitätshäusern, Babyfachmärkten und Drogerien;
    • Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen und Zeitungsverkaufsstellen;
    • Blumengeschäften, Futtermittelmärkten und Tierbedarfsmärkten;
    • Baumärkten, Garten(bau)märkten und Baustoffhandelsgeschäften (weitgehend nur zur Versorgung von Gewerbetreibenden sowie Land- und Forstwirten);
    • Einrichtungen des Großhandels für Großhandelskunden (Privatkunden ist nur der Kauf von Lebensmitteln erlaubt) sowie
    • Abgabestellen von Lebensmitteln durch soziale Einrichtungen (zum Beispiel durch die „Tafeln“).
  • Alle in der Verordnung nicht ausdrücklich genannten Einzelhandelsbetriebe (siehe § 11, „Handel, Messen und Märkte”) können entweder einen Bestell- und Abholservice einrichten („Click & Collect“), der die Corona-Schutzregeln berücksichtigt. Oder sie können das Einkaufen mit Termin anbieten („Click & Meet“). Voraussetzungen dafür sind unter anderem: Feste, zeitlich befristete Termine, limitierte Kundenanzahl, Notierung der Kundendaten zur eventuellen Kontaktnachverfolgung. 
  • Restaurants, Cafès, Imbisse, Kneipen und andere gastronomische Einrichtungen müssen geschlossen bleiben. Ein Außer-Haus-Verkauf von Speisen und Getränken ist zulässig, allerdings muss beim Verzehr ein Abstand von mindestens 50 Metern zur Verkaufsstelle eingehalten werden.
  • Übernachtungsangebote zu privaten Zwecken sind untersagt, wenn sie nicht aus medizinischen, pflegerischen oder sozial-ethischen Gründen dringend erforderlich sind.
  • Busreisen zu touristischen Zwecken sind verboten.
  • Reisen und private Besuche, die nicht zwingend notwendig sind, sollten verschoben oder abgesagt werden.


Handwerk, Wirtschaft und Veranstaltungen

  • Arbeitgeber haben sicherzustellen, dass Kontakte im Betrieb reduziert werden, sollen Möglichkeiten zur Arbeit im Homeoffice eröffnen und den Beschäftigten kostenlose Masken zur Verfügung stellen.
  • Handwerksbetriebe und für den Alltag wichtige Dienstleister (zum Beispiel Reinigungen, Waschsalons, Auto- und Fahrradwerkstätten) können weiterhin ihren Tätigkeiten nachgehen.
  • Dienst- und Handwerksleistungen, die nicht medizinisch notwendig sind und nicht auf Distanz von mindestens anderthalb Metern angeboten werden können, sind unter Auflagen zulässig. Eventuell kann die Vorlage eines negativen, tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttests notwendig sein. Diese Regelungen gelten nicht für medizinisch notwendige Dienstleistungen.  
  • Auch Ärzteschaft, Heilpraktiker und ambulante Pflegedienste können ihrer Arbeit weiterhin nachgehen. 
  • Unternehmen aller Größen, Solo-Selbstständige und Selbstständige in freien Berufen können können bei wirtschaftlichen Problemen, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurden, finanzielle Unterstützung beantragen.
  • Messen und Ausstellungen sind untersagt.
  • Veranstaltungen und Versammlungen sind ganz überwiegend nicht möglich.

Alltagsmaske tragen

  • Eine Alltagsmaske ist unter anderem zu tragen:
    • in geschlossenen Räumen im öffentlichen Raum, wenn dort Besucherverkehr herrscht sowie auf Märkten und ähnlichen Verkaufsstellen im Außenbereich;
    • im Umfeld von geöffneten Einzelhandelsgeschäften: auf den Wegen zum Geschäft innerhalb von 10 Metern zum Eingang, auf dem Grundstück des Geschäftes sowie auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen. Wer ins Geschäft möchte, trägt gerne direkt die dort vorgeschriebene medizinische Maske;   
    • in Schulgebäuden und auf dem Gelände von Schulen – ab Klassenstufe 5 auch im Unterrichtsraum;
    • auf Spielplätzen – gilt für Kinder ab dem Grundschulalter und ihre Eltern sowie eventuelle weitere Begleitpersonen.
  • Von der Maskenpflicht befreit sind Kinder im Vorschulalter, im Einsatz befindliche Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute und Personal der Rettungsdienste sowie Personen, die aus medizinischen Gründen keine Alltagsmaske tragen können (Attest notwendig).


Medizinische Maske tragen

  • Eine medizinische Maske, die sogenannte OP-Maske, ist zu tragen:
    • in allen Geschäften des Einzel- und Großhandels sowie bei Friseuren und anderen zulässigen Dienstleistungen ohne Mindestabstand;
    • in Arztpraxen und vergleichbaren medizinischen Einrichtungen (auch in Krankenhäusern);
    • am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von anderthalb Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann;
    • in Bussen, Zügen des Nah- und Fernverkehrs und Taxen, Fahrten mit zum Beispiel Kleinbussen zu den Impfzentren sowie in Bahnhöfen, auf Bahnsteigen und in Haltestellen;
    • in geschlossenen Räumen beispielsweise von Museen und Galerien, aber auch von Zoos und Tierparks; 
    • während Gottesdiensten und anderen Versammlungen zur Religionsausübung auch am Sitzplatz;
    • bei Besuchen in Alten- und Pflegeheimen.
  • Eine gute medizinische Maske (= OP-Maske) besteht aus dreilagigem Vlies, sie sollte die Europäische Norm EN 14683 erfüllen und die CE-Kennzeichnung tragen (steht auf der Packung des Herstellers).
  • Natürlich kann alternativ auch eine FFP2-Maske (ohne Ausatemventil) getragen werden, die einen noch etwas besseren Eigenschutz bietet. Auch hier auf die CE-Kennzeichnung (EN 149) achten.


FFP2-Maske tragen

  • Friseure und andere Dienstleister, die keine Mindestabstand halten können, müssen eine FFP-Maske tragen – wenn Kunden zulässigerweise keine Maske tragen können (Beispiel: Bart stutzen).
  • Im praktischen Unterricht und bei praktischen Prüfungen von Fahrschulen sowie Boots- und Flugschulen sind FFP2-Masken Pflicht.  

Welche Entgeltansprüche kann ich geltend machen für mein Unternehmen und meine Mitarbeitende?

Grundsätzlich regelt das Infektionsschutzgesetz die Entschädigung von Verdienstausfällen, die aufgrund des Infektionsschutzes entstanden sind. Grundlage hierfür muss zwingend die durch eine zuständige Behörde (i.d.R. Gesundheitsamt oder Ordnungsamt) ausgesprochene Quarantäne bzw. Tätigkeitsverbot sein. Kein Anspruch besteht daher bei einer freiwilligen Quarantäne (z.B. nach der Rückkehr aus dem Urlaub), bei Schließung des Betriebes oder der Einrichtung sowie bei Veranstaltungsabsagen.

Berechtigte sind hierbei sowohl Arbeitnehmer*innen, wie auch Selbstständige und Freiberufler*innen bis hin zu 450-Euro-Jobber. Dabei ist zu beachten, dass die Beantragung über den Arbeitgeber erfolgt, der in Vorleistung geht und anschließend einen Erstattungsantrag über das Portal https://www.ifsg-online.de/ stellt.

Weitere Infos zum Antragsverfahren finden Sie auf der Seite des zuständigen Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe: https://www.corona-infektionsschutzgesetz-nrw.lwl.org/de/quarantaene-und-taetigkeitsverbot/. Nutzen Sie auch das dortige Kontaktformular bzw. die Telefon-Hotline unter 0800 933 63 97 zur Beantwortung weiterer Fragen.

Mittlerweile gibt es eine gesetzliche Regelung, dass auch Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind, entschädigt werden. Der Anspruch besteht, wenn

  • die Schule oder Kindertagesstätte, die Ihr Kind besucht, aufgrund behördlicher Anordnung zur Verhinderung der Verbreitung einer Infektionskrankheit geschlossen wurde und
  • Ihr Kind noch nicht zwölf Jahre alt ist oder
  • Sie ein Kind mit Behinderungen haben, das auf Hilfe angewiesen ist, und
  • Sie Ihr Kind in der Zeit der Schließung selbst zu Hause betreuen müssen, weil
  • Sie eine anderweitige, zumutbare Betreuung nicht sicherstellen können und
  • Sie dadurch einen Verdienstausfall erleiden.


Auch hier gilt, dass der Antrag vom Arbeitgeber (oder Selbständigen) über das Portal https://www.ifsg-online.de gestellt werden muss, der die Auszahlung der Entschädigung übernimmt.

Auch für diesen Fall stellt der zuständige Landschaftsverband Westfalen-Lippe ausführliche Infos bereit unter https://www.corona-infektionsschutzgesetz-nrw.lwl.org/de/kinderbetreuung/. Nutzen Sie auch das dortige Kontaktformular bzw. die Telefon-Hotline unter 0800 933 63 97 zur Beantwortung weiterer Fragen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat in Reaktion auf die Corona-Pandemie und ihre möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft das Kurzarbeitergeld flexibler gestaltet und somit die Voraussetzungen für den Bezug erleichtert. Kurzarbeitergeld kann demnach beantragt werden, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten im Betrieb oder einer Betriebsabteilung einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.

Die darüber hinaus gehenden Voraussetzungen nach § 95 SGB III gelten unverändert. Eine Übersicht darüber finden Sie unter:
https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug-corona-virus-infos-fuer-unternehmen_ba146368.pdf

Für den Zeitraum des Arbeitsausfalles kann für sämtliche vom Arbeitgeber zu entrichtende Sozialbeiträge (Beitrag für Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung) eine Erstattung beantragt werden.

Zur Beantragung brauchen Sie die beiden folgenden Formulare:

Anzeige KUG: https://www.arbeitsagentur.de/datei/anzeige-kug101_ba013134.pdf

Antrag KUG: https://www.arbeitsagentur.de/datei/antrag-kug107_ba015344.pdf

 

In Folge des erneuten Lockdowns sind viele Unternehmen und Beschäftigte weiterhin auf Hilfen der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen von Kurzarbeitergeld angewiesen. Für eine korrekte und schnelle Genehmigung müssen einige Punkte beachtet werden.
Eine erneute Anzeige auf Kurzarbeit muss dann gestellt werden, wenn im Betrieb bereits kurzgearbeitet, dann aber für drei Monate am Stück die Kurzarbeit unterbrochen wurde und nun erneut eingeführt werden soll.
Wird Kurzarbeit jedoch nur fortgeführt, genügt eine formlose Anzeige auf Verlängerung bei der örtlichen Arbeitsagentur, zum Beispiel per E-Mail. Darin ist unbedingt mitzuteilen, warum und für wie lange Kurzarbeit fortgeführt wird.
Die Bearbeitungszeit von Anzeigen und Anträgen auf Kurzarbeitergeld kann beschleunigt werden, wenn die Unterlagen vollständig eingereicht werden. Für die monatlichen Abrechnungen gilt es, die Berechnung durch die Lohnbüros oder Buchhaltungen abzuwarten. Dies ist in der Regel erst nach Monatsende der Fall. Vorzeitige oder unvollständig eingereichte Anträge haben eine deutlich verlängerte Bearbeitungsfrist.

 

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld erhalten Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit hat für den Vorgang der Beantragung ein Video-Tutorial veröffentlicht:
https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-video

 

Ja, gegebenenfalls ist das möglich. Das Förderprogramm „go-digital“ schließt aufgrund der aktuellen Situation nun auch die Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen mit ein.

In Modul 3 „Digitalisierung von Geschäftsprozessen“ können ab sofort IT-Dienstleistungen, die die Einrichtung von Homeoffice-Plätzen zum Ziel haben, beantragt und bewilligt werden. Begünstigt sind Unternehmen, die mit weniger als 100 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Mio. EUR erwirtschaften.

Ansprechpartner ist die EURONORM GmbH unter Tel. 030/97003333

Weitere Infos finden Sie unter https://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-digital/go-digital.html

Sie verdienen genug, um für sich selbst zu sorgen, aber es reicht nicht oder nur knapp für die ganze Familie? Dann können Sie für Ihre Kinder einen Zuschlag zum Kindergeld beantragen – den KiZ.

In der Corona-Zeit wurde der Kinderzuschlag angepasst: Er hilft so auch Eltern, die aktuell zum Beispiel wegen Kurzarbeit oder ausbleibender Aufträge nur noch ein kleines Einkommen haben.

Sie können bis zu 185 Euro monatlich je Kind zusätzlich zum Kindergeld erhalten. Dazu kommen die Leistungen für Bildung und Teilhabe wie 150 Euro pro Schuljahr für Schulmaterialien und ein Zuschuss für die Mitgliedschaft im Sport- oder Musikverein. Erhalten Familien den KiZ, zahlen sie außerdem keine Kitagebühren.

Mehr Informationen erhalten Sie hier

Welche Präventionsmaßnahmen kann ich in meinem Betrieb vornehmen?

Um die Belastung des Gesundheitssystems so gering wie möglich zu halten und die Versorgung schwer kranker Patienten sicherzustellen, ist es wichtig, dass sich das neuartige Coronavirus so langsam wie möglich ausbreitet.

Daher zielen derzeit sämtliche Anstrengungen von Regierung, Behörden und des Gesundheitssystems darauf ab, die Zunahme täglicher Neuinfektionen zu verlangsamen. Indem möglichst viele Menschen zu Hause bleiben und Abstand zueinander halten, trägt jeder dazu bei, dass sich das Virus langsamer verbreitet.

Für die schrittweise Rückkehr von mehr Beschäftigten an den Arbeitsplatz greifen bundesweit einheitliche, verbindliche Regeln zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus.

Grundsätzlich ist der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen auch bei der Arbeit einzuhalten. Dies gilt auch für das Aufhalten in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen. Hierfür müssen Zugangsregelungen, Absperrungen oder Markierungen umgesetzt werden. Ist dies nicht machbar, müssen alternativ Trennwände installiert werden. Sollte auch das nicht möglich sein, sollten die Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen sowohl für die Beschäftigten als auch für Dienstleister und Kunden zur Verfügung stellen.

Arbeitsabläufe sollten so organisiert sein, dass Beschäftigte möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben. Das gilt auch für Pausen, Schichtwechsel oder Anwesenheiten im Büro. Vermeiden Sie generell Meetings oder größere Gruppenansammlungen. Lassen sich diese nicht komplett vermeiden, gilt auch hier: Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander, vermeiden Sie Berührungen, öffnen Sie Fenster und reduzieren Sie die Besprechung auf ein Minimum an Zeit (max. 15 Minuten).

Stellen Sie darüber hinaus sicher, dass in ausreichender Zahl Waschgelegenheiten und Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen. Sollte ein*e Beschäftigte*r Symptome – wie zum Beispiel leichtes Fieber – haben, gilt der Grundsatz: Niemals krank zur Arbeit kommen, bis der Verdacht durch einen ärztlichen Befund aufgeklärt ist. Sollten die Symptome während der Arbeitszeit auftreten, gilt es den Arbeitsplatz unmittelbar zu verlassen.

Grundsätzlich sollte es weiterhin in jedem Unternehmen einen Pandemie- oder Notfallplan geben. Dieser zeigt auf, wie Sie sich im Falle einer Pandemie am besten zu verhalten haben.

Einfache Hygienemaßnahmen spielen auch bei der Arbeit eine entscheidende Rolle, um sich und andere vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen. Die wichtigsten Hygienetipps sind:

  • Halten Sie stets ausreichend Abstand (mind. 1,5 Meter) zu Menschen, ganz besonders bei Husten, Schnupfen oder Fieber.
  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch.
  • Vermeiden Sie Berührungen – zum Beispiel durch Händeschütteln oder Umarmungen.
  • Waschen Sie regelmäßig und ausreichend lange (mindestens 20 Sekunden) Ihre Hände mit Wasser und Seife.
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass sich Mitarbeiter*innen mit dem Coronavirus angesteckt haben, müssen Sie sie unverzüglich und kontaktlos nach Hause schicken. Damit kommen Sie Ihrer Fürsorgepflicht nach, die Sie auch für Ihre übrigen Beschäftigten haben. 

Wenden Sie sich anschließend an Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt ist dann sowohl für den Meldeweg als auch für die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Zudem informiert die Behörde Sie unter anderem darüber, wie Sie sich fortan zu verhalten haben.

In Quarantäne muss, wer ein hohes Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Dies ist der Fall, wenn man innerhalb der letzten 14 Tage engen Kontakt zu einem laborbestätigten COVID-19-Patienten hatte. Ein enger Kontakt bedeutet, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat, bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.

Fragestellungen rund um das Thema Home-Office

Die Arbeitsumgebung entscheidet nicht selten darüber, wie produktiv Mitarbeitende im Homeoffice sind. Im Idealfall gibt es in der Wohnung ein Arbeitszimmer oder zumindest einen Raum, der provisorisch dazu umfunktioniert werden kann. Um Ablenkungen des Alltags vorzubeugen, ist es zu empfehlen den Tag durchzustrukturieren:

  • Die Mitarbeitenden sollten sich einen Zeitplan aufstellen, der mit den Kollegen und der Familie abgestimmt wird.
  • Um die Aufgaben nicht aus den Augen zu verlieren, sind klar definierte Ziele unerlässlich.
  • Damit die Heimarbeit sich nicht wie eine Auszeit vom Job anfühlt, kann es hilfreich sein, sich morgens genauso anzuziehen als würde ein normaler Bürotag anstehen.
  • Regelmäßige Pausen sind wichtig und halten die Produktivität hoch.
  • Telefonate sind eine gute Möglichkeit, um sich kurz zu bewegen. Das macht den Kopf wieder frei.
  • Um die Verlässlichkeit unter den Kollegen zu garantieren, sollten An- und Abwesenheiten klar kommuniziert werden.

Kurz an der Bürotür klopfen, um nach einer Information zu fragen? Das ist im Homeoffice nicht möglich. Messenger-Programme wie Slack oder Teams schaffen hier Abhilfe. Die Büro-Chats sind in der Lage, die Kommunikation sowohl einzelner Teams als auch des gesamten Unternehmens zusammenzuführen.

Mehr zu Slack: https://slack.com
Mehr zu Teams: https://news.microsoft.com/de-de/engagement-fuer-kunden-covid-19/

Zoom gehört hier zu den bekanntesten Anbietern. Gespräche lassen sich zwischen zwei Teilnehmern sowie mit dem gesamten Team aufsetzen. Es gibt die Möglichkeit der Gruppenkonferenz, die Teilung der Bildschirme und der Aufzeichnung. In Gruppenkonferenzen kann Zoom bis zu 40 Minuten kostenlos genutzt werden. Darüber hinausgehende Lizenz-Versionen fangen ab 13,99 €/Monat/Nutzer an.

Mehr Informationen erhalten Sie hier: https://zoom.us/de-de/meetings.html

Neben Zoom nutzen viele Unternehmen auch Skype. Es ist ein etabliertes Tool für Audio- und Videoanrufe, Messaging, Bildschirmübertragung und Anrufaufzeichnung. Die Nutzung ist über Laptop, Handy, Tablet, Web, Alexa und Xbox möglich. Bis zu 50 Personen können kostenlos an einem Gruppen-Videoanruf teilnehmen.
Mehr Informationen erhalten Sie hier: https://www.skype.com/de/features/group-video-chat/

LifeSize ist eine dritte Lösung für Videokonferenzen und digitale Meetings. Momentan ist eine kostenfreie Nutzung über 6 Monate für Konferenzen mit bis zu 25 Personen möglich. Mehr Informationen erhalten Sie hier: https://signup.lifesize.com/

Ob ein Meeting vor Ort oder online stattfindet – Meeting-Regeln führen dazu, sich effizient und zielgerichtet auszutauschen. Folgende Tipps helfen:

  • Begrenzen Sie die Teilnehmerzahl. Nur wer wirklich etwas zu sagen hat, sollte auch an dem Meeting teilnehmen.
  • Bereiten Sie eine Agenda vor und schicken Sie diese vor dem Meeting per E-Mail an alle Teilnehmer*innen oder fügen Sie die Agenda der Einladung bei.
  • Teilen Sie das Meeting in Zeitblöcke ein und achten Sie darauf, dass die Zeitfenster während des Meetings eingehalten werden.
  • Halten Sie die Ergebnisse des Meetings in einem Protokoll fest. So lassen sich Mitarbeiter*innen, die es betrifft, im Nachgang leicht über die Ergebnisse informieren.
  • Stellen Sie bei Online-Meetings sicher, dass jede*r Teilnehmer*in einen Link zur Videokonferenz inkl. Passwort erhalten hat. Testen Sie die Videokonferenz vorab, um mögliche Probleme mit der Technik rechtzeitig zu erkennen.

Das Mailprogramm funktioniert nicht mehr oder eine Einstellung ist versteckt – dann kann man sich mit Hilfe von TeamViewer virtuell über die Schulter bzw. auf den Bildschirm schauen lassen. Mit Hilfe des Tools können Teammitglieder auf den Rechner einer anderen Person zugreifen und nach einer Lösung suchen. Wichtig: Sensible Daten sollten nicht im direkten Zugriff liegen.