Corona-Pandemie: Wir unterstützen Sie!

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Unsere FAQ geben Ihnen einen Überblick über aktuelle Hilfen und Regelungen.

FAQ

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Corona

Aktualisiert am 06.11.2020

Welche Finanzierungshilfen gibt es aktuell?

Wer kann einen Antrag stellen?

 

Antragsberechtigt sind alle Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die direkt und indirekt vom temporären Lockdown betroffen sind.


Direkt betroffene Unternehmen:
 
Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.

Indirekt Betroffene Unternehmen: 
Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Verbundene Unternehmen – also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebsstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Dies betrifft etwa eine Holdinggesellschaft, die sowohl Restaurants (geschlossen) und Einzelhandelsunternehmen (weiter geöffnet) hält – hier wird die Nothilfe gezahlt, wenn die Restaurants zu mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Holdinggesellschaft beitragen.

 

Welche Förderungen gibt es?

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU).

 

Zuschüsse über 1 Millionen Euro bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission. Die Bundesregierung ist derzeit in intensiven Gesprächen mit der Europäischen Kommission, um eine solche Genehmigung für höhere Zuschüsse zu erreichen.

Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

 

Welche Leistungen werden im Rahmen der Novemberhilfe angerechnet?

Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

 

Werden erzielte Umsätze angerechnet?

Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

 

Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen.

 

Ein Beispiel: Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 Euro Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 Euro durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 Euro Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 Euro), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 Euro (25 Prozent von 10.000 Euro) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.

 

Wie erfolgt die Antragstellung für die Novemberhilfe?

Die Anträge können in den nächsten Wochen über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. Die Auszahlung soll über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen.

 

Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie werden unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein.

Die Bundesregierung hat am 12. Juni 2020 die Eckpunkte für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020). Das Land NRW ergänzt überdies das Zuschussprogramm um die sog. NRW Überbrückungshilfe Plus, mit dem v.a. Solo-Selbstständige und Freiberufler zusätzliche Unterstützung erhalten sollen.

Mehr Infos:

 

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren. Einbezogen sind Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind.

Eine Checkliste, ob Ihr Unternehmen antragsberechtigt ist, finden Sie unter: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Artikel/checkliste.html.

 

Antragsvoraussetzungen

Antragsvoraussetzung ist es, dass ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen musste. Das wird angenommen, wenn das Unternehmen im April und Mai 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 zu verzeichnen hatte. Der Antragsteller darf sich am 31. Dezember 2019 gemäß EU-Definition nicht in Schwierigkeiten befunden haben.

 

Förderfähige Kosten

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende, vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten gemäß einer abschließenden Liste. Zahlungen an verbundene Unternehmen werden nicht berücksichtigt.

Die Liste beinhaltet Mieten und Pachten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen, Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten und geleasten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen, Grundsteuern, betriebliche Lizenzgebühren, Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben. Alle bisher aufgeführten Positionen müssen vor dem 01. März 2020 begründet worden sein. Zusätzlich umfasst sind Kosten für Auszubildende. Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit zehn Prozent der oben aufgeführten Fixkosten gefördert. Bei Reisebüros sind auch Provisionen, die Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt wurden, umfasst. Auch die Kosten für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer, die im Rahmen der Beantragung anfallen sind förderfähig.

Das Land ergänzt die Überbrückungshilfe um die sog. “NRW Überbrückungshilfe Plus”. Für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber*innen (bis max. 50 MA) können einmalig Zahlungen von 1.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate als Kompensation für den entgangenen Unternehmerlohn beantragt werden
(siehe https://www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe).

 

Förderhöhe

Erstattet werden bei einem jeweils gegenüber dem Vorjahresmonat gerechneten Umsatzeinbruch in den Monaten Juni bis August 2020 von

  • mehr als 70 Prozent: 80 Prozent der Fixkosten,
  • 50 bis 70 Prozent: 50 Prozent der Fixkosten,
  • 40 bis kleiner 50 Prozent: 40 Prozent der Fixkosten.

Die Umsätze werden, soweit noch nicht gesichert bekannt, für den Antrag geschätzt. Für Monate mit einem kleineren Umsatzeinbruch als 40 Prozent, entfällt der Anspruch anteilig. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro für drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro für drei Monate.

 

Antragstellung

Die Administration des Programms erfolgt vollständig digital. Anträge sind über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu stellen, der die Antragsvoraussetzungen prüft und sich auf dem bundeseinheitlichen Portal registriert. Die Auszahlungsfristen enden am 30. November.

Die Antragsfristen enden am 31. August 2020 und die Auszahlungsfristen am 30. November 2020.

Für die Monate September bis Dezember wird die Überbrückungshilfe mit der sogenannten 2. Phase fortgesetzt. Dabei werden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet.

Antragsberechtigte:

  • Antragberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen
    mit entweder einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten,
  • oder einem Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.(bisher Umsatzeinbruch von 60% in April und Mai 2020).

Förderhöhe:

Auch entfällt mit der 2. Phase der Überbrückungshilfe die s. g. KMU-Schwelle, wonach innerhalb der 1. Phase bei Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten nur max. 9.000 Euro, mit bis zu 10 Beschäftigten nur max. 15.000 Euro förderfähig waren. Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt 50.000 Euro pro Monat. Damit können Unternehmen je nach Höhe betrieblicher Fixkosten für die vier Monate bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten. 

  • Darüber hinaus erhöht sich die monatliche Fixkostenerstattung:
    90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
  • 60% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten),
  • 40% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 30% und unter 50% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch). jeweils Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die Personalkostenpauschale wurde von 10 % auf 20 % erhöht.

Eine Antragstellung ist nicht mehr möglich!

Unternehmen, die die NRW-Soforthilfe beantragt haben, werden aktuell im sog. Rückmeldeverfahren per E-Mail angeschrieben. Zuwendungsempfänger*innen sind verpflichtet, den Anteil der Soforthilfe zurückzuzahlen, der höher als der tatsächliche Liquiditätsbedarf im Förderzeitraum ist. 

Infos zum Rückmeldeverfahren: https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020-rueckmeldeverfahren und unter der Telefonhotline 0211 – 7956 4995.

Grundsätzlich können Unternehmen auch weiterhin auf bekannte Förderkredite und -angebote der KfW-Bank zurückgreifen, die im Zuge der Krisenbewältigung zu günstigeren Konditionen beantragt werden können. In vereinfachten, unbürokratischen Prüfverfahren stehen auch diese Hilfen aktuell Unternehmen sehr schnell zur Verfügung. Sie können über das bewährte Hausbankverfahren als Kredit für Investitionen und ab sofort auch für Betriebsmittel beantragt werden, sofern das Unternehmen zum 31.12.2019 noch keine Liquiditätsprobleme hatte. Die Produkte sind u.a.:

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitenden
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Konsortialfinanzierung ab 25 Mio. Euro


Weitere Informationen zur KfW-Corona-Hilfe finden Sie unter: www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html, bei der Hotline der KfW unter 0800/5399001 oder bei ihrer Hausbank bzw. ihrem Finanzierungspartner.

Die NRW.Bank hat im Zuge aktueller Programmanpassungen seinen NRW.Bank Universalkredit überarbeitet. Er dient in erster Linie dazu Betriebsmittel aber auch Investitionen zu finanzieren, sowohl bei etablierten Unternehmen als auch bei Freiberuflern und Existenzgründern. Aktuell wird die Risikoübernahme (für die Hausbank) ausgeweitet und neue Laufzeitvarianten angeboten, um die krisenbedingten Liquiditätsbedarfe einfacher zu überbrücken. Einen Überblick über weitere Hilfen der NRW-Bank finden Sie unter: https://www.nrwbank.de/de/themen/gruendung/corona-hilfe-nrwbank.html oder bei der Telefon-Hotline 0211-91747 4800

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch Bürgschaften der Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro) und des Landesbürgschaftsprogramms (ab 2,5 Mio. Euro, auch Großunternehmen) besichert werden.  Die Verbürgungsquote wird aktuell auf 80 Prozent (bis 10 Jahre Laufzeit) oder gar auf 90 Prozent (bis zu 6 Jahre Laufzeit) erhöht. Ebenso sind ExpressBürgschaften für Kredite bis 250.000 Euro als schnelle Hilfen verfügbar. Freiberufler*innen (max. 10 Mitarbeitenden) und kleine Unternehmen können eine Schnellbürgschaft bis zu 250.000 Euro mit 100 Prozent Verbürgungsquote abschließen.

Kleine Unternehmen und Existenzgründer haben außerdem die Möglichkeit, aus dem Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen. Die Mezzaninfinanzierung als stille Beteiligung führt zur sofortigen Liquiditätsstärkung und verbessert das Rating bzw. die Kreditwürdigkeit des Unternehmens. Hier finden Sie weitere Informationen zum Mikromezzaninfonds.

Sollten Sie weitere Fragen zu Förderhilfen in NRW haben, hilft Ihnen das NRW.BANK-Service-Center: 0211/917414800 oder Ihre Hausbank bzw. Ihr Finanzierungspartner weiter.

Bundesprogramm „Neustart Kultur“

Rund eine Milliarde Euro stellt die Bundesregierung zur Verfügung, um das kulturelle Leben wieder anzukurbeln. Darin enthalten ist eine finanzielle Unterstützung für insbesondere privat geführte Einrichtungen, die ihren Betrieb unter erschwerten Voraussetzungen (z.B. Umsetzung Hygienekonzept, Online-Ticketing-System, Modernisierung Belüftung etc.) wieder aufnehmen. Den Löwenanteil bildet ein nach Sparten (Musik, Theater und Tanz, Film, Sonstiges) aufgeteilter Nothilfetopf, mit dem die zahlreichen kleinen und mittleren, privatwirtschaftlich geführten Kulturstätten und -projekte unterstützt werden sollen, damit diese wiederum ihren Betrieb aufnehmen und wieder Arbeitsmöglichkeiten bieten bzw. neue Aufträge an freiberuflich Tätige und Soloselbstständige vergeben können. Zusätzlich können alternative, auch digitale Angebote ebenfalls gefördert werden, die der Vermittlung, Vernetzung und Verständigung im Kulturbereich dienen (u.a. Museum 4.0). Schließlich gibt es noch eine Hilfe für den privaten Rundfunk, der durch den Einbruch an Werbeeinnahmen schwer getroffen ist. Weitere Infos folgen auf: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/weg-frei-fuer-neustart-kultur-1766040

NRW-Stärkungspaket „Kunst und Kultur“

Besonders krisengebeutelt ist die Branche der Kultur- und Kunstschaffenden. Dies haben NRW-Ministerpräsident Laschet und Vertreter*innen der Kultursparten, Verbände und Institutionen bei einem virtuellen Kulturgipfel Anfang Juli festgestellt und über Perspektiven und Zukunft der Szene in NRW beraten. Bei diesen Beratungen kam ein Stärkungspaket heraus, das zwei Bausteine umfasst: 1) ein großangelegtes Stipendienprogramm für freischaffende Künstler*innen (ca. 15.000 Stipendien von jeweils 7.000 Euro, insgesamt ca. 105 Mio. Euro) und 2) einem Stärkungsfonds für Kultureinrichtungen (v.a. vom Land und Kommunen getragene Einrichtungen oder freie gemeinnützige Initiativen, insgesamt ca. 80 Mio. Euro). Beides ergänzt das Bundesprogramm „Neustart Kultur“. Die Ausschreibung für das Stipendienprogramm soll zeitnah erfolgen. Weitere Infos auf den Seiten des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft: https://www.mkw.nrw/presse/staerkungspaket-nrw

Das Stipendienprogramm des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft ist in der Zwischenzeit ausgelaufen. Die Anstragstellungen für den Stärkungsfond können bis zum 16. November 2020 eingereicht werden.

Grundsicherung für Selbstständige

Freiberufliche Künstler*innen können als Selbstständige eine Grundsicherung beim Jobcenter beantragen, wenn die Arbeitszeit unter 15 Wochenstunden liegt; in Notfällen als Soforthilfe ohne Vermögensprüfung. Beinhaltet sind Miete, Grundsicherung von 400 – 500 Euro, Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse. Der Antrag kann jederzeit formlos telefonisch oder schriftlich gestellt werden. Der Neuantrag auf Arbeitslosengeld II ist online abrufbar:
http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld2.

Für Selbstständige und Unternehmen bieten Bund und Länder derzeit eine Reihe steuerlicher Entlastungen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Herabsetzung oder Stundung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer auf Antrag
    Die Finanzverwaltung kommt von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen weitest möglich aus. Für Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung.
  • Aussetzung der Vollstreckungsmaßnahmen
    Auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden soll bis zum Ende des Jahres verzichtet werden. Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, sollen erlassen werden. Dies betreffen die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.
  • Stundung von Sozialbeiträgen
    Für Unternehmen in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten besteht die Möglichkeit, die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen zu beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass eine erhebliche Härte für das Unternehmen vorliegt. Diese ergibt sich wiederum, wenn sich das Unternehmen aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befindet oder wenn es im Falle des sofortigen Einzugs in diese geraten würden. Im Sozialgesetzbuch § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV sind die Voraussetzungen beschrieben. Die Stundung wird gegen eine angemessene Verzinsung und in der Regel nur gegen Sicherheitsleistungen gewährt. Über den Stundungsantrag sowie die Bedingungen entscheiden die Krankenkassen. Bitte wenden Sie sich als betroffenes Unternehmen direkt an die zuständige Krankenkasse.


Antragsübersicht:
https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus

Anleitung zur Erstattung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung via ELSTER:
https://www.finanzverwaltung.nrw.de/sites/default/files/asset/document/anleitung_ust-svz.pdf

Antrag auf Steuererleichterung: https://www.finanzverwaltung.nrw.de/sites/default/files/asset/document/antrag_steuererleichterungen.pdf

Kontaktieren Sie das für Sie zuständige Finanzamt, welche Regelungen Sie in Anspruch nehmen können.

Sollten Sie eine solche freiwillige Sozialversicherung bei der Arbeitsagentur im Rahmen der Existenzgründung abgeschlossen haben, sollten Sie es nicht versäumen, diese nun bei einer Existenzgefährdung in Anspruch zu nehmen. Dazu gibt es jedoch einige Richtlinien, die Sie einhalten müssen, um tatsächlich das Arbeitslosengeld zu erhalten.

Formal schreibt die Bundesagentur für Arbeit als Voraussetzung vor, dass die wöchentliche Arbeitszeit weniger als 15 Stunden betragen muss, um das Arbeitslosengeld aus der freiwilligen Versicherung zu erhalten. Ein Zuverdienst von 165 Euro pro Monat ist während der Inanspruchnahme möglich – alle weiteren Einnahmen werden angerechnet.

Eine Gewerbeabmeldung ist dabei unumgänglich. Informieren Sie sich daher unbedingt vorab bei Ihrem Sachbearbeiter bei der Bundesagentur für Arbeit.

Auch für Start-ups stellt das Land NRW eine zusätzliche Finanzierungshilfe bereit. Mit dem neuen Programm NRW.Start-up akut (www.nrwbank.de/start-up-akut) können innovative, wachstumsorientierte Unternehmen (Kapitalgesellschaften) in der Seed- oder Start-up-Phase (bis drei Jahre nach Gründung) ein sog. Wandeldarlehen beantragen. Die Fördersumme von 15.000 bis 200.000 € ist de-minimis-relevant und kann bei Eintritt eines neuen Investors in Eigenkapital umgewandelt werden. Bei Beantragung ist jedoch noch kein privater Co-Investor notwendig.

Darüber hinaus stehen die bewährten Finanzierungsangebote NRW.SeedCap und NRW.Bank Venture Fonds zu verbesserten Konditionen zur Verfügung. Beide Angebote setzen die Beteiligung eines weiteren Investors (Business Angel bzw. Gesellschafter oder Co-Investor) voraus und spiegeln dessen Investitionen pari passu.

www.nrwbank.de/seedcap
www.nrwbank.de/venturefonds

Gewerbesteuer
Unternehmen können die Stundung der Gewerbesteuervorauszahlung beantragen, wenn sich die aktuelle wirtschaftliche Situation verändert.

Grundsteuer
Auch die Zahlung der Grundsteuer können Unternehmen stunden lassen.

Vergnügungssteuer
Geschlossene Betriebe müssen keine neuen Vergnügungs- und Wettbürosteuern zahlen. Steuerforderungen, die vor der Schließung entstanden sind, können gestundet werden.

Möchten Sie eine Stundung vornehmen, dann schicken Sie eine formlose E-Mail mit Ihrem Anliegen und der Schilderung des Sachverhalts an amt200@bielefeld.de


Mietzahlungen an den Immobilienservicebetrieb (ISB) der Stadt Bielefeld

Der ISB stundet Mietzahlungen für gewerbliche Mieter für bis zu sechs Monate. Wenn Sie hiervon Gebrauch machen möchten, schicken Sie eine E-Mail an immobilienservicebetrieb@bielefeld.de

Für anliegende Gewerbetreibende wird die Erhebung von Gebühren für die Sondernutzung öffentlicher Verkehrsflächen für das gesamte Jahr 2020 ausgesetzt.

Die Coronakrise soll nicht zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen werden“, so kündigt das Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das neue Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ an, mit dem Ausbildungsbetriebe aus allen Branchen und Wirtschaftsbereichen sowie ausbildende Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen unterstützt werden sollen. Antragsberechtigte KMUs sollen dabei unterstützt werden, dass sie:

  • vorhandene Ausbildungskapazitäten erhalten
  • oder
    Ausbildungskapazitäten ausbauen,
  • Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden,
  • Auftrags- und Verbundausbildung fördern und
  • Anreize zur Übernahme im Falle einer Insolvenz erhalten.

Es stehen hierfür Ausbildungsprämien zur Verfügung, so dass z.B. für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 2.000 Euro (zu 1) oder einmalig 3.000 Euro für jeden zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag (zu 2) gezahlt werden. Ebenso werden 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung übernommen, wenn die Ausbildungsaktivität trotz erheblichem Arbeitsausfalls (mind. 50 Prozent) fortgesetzt wird. Sind KMU temporär nicht in der Lage die Ausbildung fortzusetzen, können andere KMU, überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister einspringen und dafür Förderung erhalten (zu 4). Und schließlich erhalten KMUs eine Prämie von 3.000 Euro, wenn sie Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen anderen KMUs übernehmen (zu 5).


Den Antrag stellen Unternehmen bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit, die sie über die Dienststellensuche unter https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/metasuche/suche/dienststellen einfach ermitteln können.

Weitere Informationen zu Antragsvoraussetzungen, weiteren Unterlagen so wie das Antragsformular, finden Sie unter https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern.

 

Durch die Corona-Pandemie steigt die Gefahr, dass Auszubildende die Möglichkeit verlieren, in ihrem Ausbildungsbetrieb die Ausbildung fortzuführen und zu beenden.

Die Stadt Bielefeld fördert das Engagement von übernahmewilligen Betrieben und übernimmt die Ausbildungsvergütung von Auszubildenden, die aufgrund der Corona Pandemie den Ausbildungsbetrieb wechseln müssen, zur Hälfte.

Bei Interesse sprechen Sie uns gerne unter meier@wege-bielefeld.de

Welche Maßnahmen und Regeln gelten in NRW und Bielefeld?

Kontakte

In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen – maximal zehn Personen. Feiern in Wohnungen und privaten Einrichtungen werden als „inakzeptabel“ bezeichnet.

Gastronomie

Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen werden geschlossen. Erlaubt sind weiter Lieferdienste und Essen zum Mitnehmen. Auch Kantinen dürfen öffnen.

Freizeit

Freizeiteinrichtungen werden geschlossen. Dazu gehören Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, Freizeitparks, Saunen, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und Bordelle. Alle Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.

Sport

Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder werden geschlossen. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Individualsport, also etwa alleine oder zu zweit joggen gehen, ist weiter erlaubt.

Reisen und Hotels

Die Bürger sollen auf private Reisen, Tagesausflüge und Verwandtenbesuche verzichten – auch im Inland. Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen mehr aufnehmen.

Dienstleistungen

Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios werden geschlossen, weil hier der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa beim Physiotherapeuten oder Fußpflege sind weiter möglich. Auch Friseure bleiben geöffnet.

Einzelhandel

Der Einzelhandel bleibt geöffnet – es gibt aber Vorschriften, wie viele Kunden gleichzeitig im Laden sein dürfen. In diesem Zusammenhang ist von den Betreibern sicherzustellen, dass die Anzahl der Kunden auf eine Person pro 10 m² Verkaufsfläche begrenzt wird. Diese Regelung gilt ebenfalls für Geschäftslokale von Handwerkern und Dienstleistern.

Schulen und Kitas

Schulen und Kindergärten bleiben offen. Genauso Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe.

Arbeit

Überall, wo das möglich ist, soll wieder von zu Hause gearbeitet werden.

Entschädigung

Betriebe, Selbstständige und Vereine, die von den neuen Corona-Regeln besonders betroffen sind, bekommen große Teile ihres Umsatzausfalls ersetzt. Bei Firmen mit maximal 50 Mitarbeitern gleicht der Bund 75 Prozent aus, bei größeren wird nach EU-Beihilferecht entschieden.

Den ausführlichen Bund-Länder-Beschluss können Sie hier nachlesen.

Seit dem 27. 04. gilt in NRW und damit auch in Bielefeld eine Maskenpflicht. Das heißt für Beschäftigte und Kunden in bestimmten Bereichen ist eine Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend. Dies gilt:

 

  • in geschlossenen Räumlichkeiten bei Konzerten und Aufführungen außer am Sitzplatz,
  • in geschlossenen Räumlichkeiten von sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen (außer am Sitzplatz)
  • in geschlossenen Räumlichkeiten von Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen,
  • in geschlossenen Räumlichkeiten von Tierparks, Zoologischen und Botanischen Gärten sowie von Garten- und Landschaftsparks,
  • in Innenbereichen von Ausflugsschiffen, Kutschen, historischen Eisenbahnen und ähnlichen Einrichtungen,
  • beim praktischen Fahrunterricht und der Fahrprüfung,
  • als Zuschauer von Sportveranstaltungen außer am Sitz- oder Stehplatz,
  • in Verkaufsstellen und Handelsgeschäften, auf Märkten, auf sämtlichen Allgemeinflächen in umbauten Räumen von Einkaufszentren, „Shopping Malls“, „Factory Outlets“ und vergleichbaren Einrichtungen sowie in Wettbüros,
  • auf Messen und Kongressen außer am Sitzplatz,
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern so-wie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 Metern zum Kunden erbracht werden,
  • in geschlossenen Räumlichkeiten von gastronomischen Einrichtungen außer am Sitzplatz,
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens,
  • bei der Nutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs und seiner Einrichtungen,
  • in Wahlräumen und deren Zuwegen innerhalb von Gebäuden,
  • bei Beerdigungen,
  • in Warteschlangen vor den vorgenannten Einrichtungen
 

Seit dem 20.10. besteht auch in öffentlichen Außenbereichen eine Maskenpflicht, in denen regelmäßig eine Unterschreitung des Mindestabstands von 1,5 m zu erwarten ist. Das gilt in Bielefeld in folgenden Bereichen:

 

  • gesamte Fußgängerzone Altstadt
  • gesamte Fußgängerzone Bahnhofstraße einschließlich Nebenstraßen
  • Jahnplatz zwischen Friedenstr., Friedrich-Verleger-Str. und Herforder Str. Hausnummer 1
  • Friedrich-Verleger-Str. zwischen Jahnplatz und Einmündung Wilhelmstr.
  • Niederwall zwischen Jahnplatz und Körnerstraße
  • Hauptstraße in Brackwede zwischen Einmündung Westfalenstr. und Kreuzung Bodelschwinghstr./Berliner Str.
  • Einkaufsbereich in Sennestadt zwischen Sennestadtring / Elbeallee und Ramsbrockring
    Bahnhofsumfeld:
  • Bahnhofstr. zwischen Feilenstr./Jöllenbecker Str. und Bahnhofsvorplatz
  • Am Bahnhof einschließlich Bahnhofsvorplatz
  • Herbert-Hinnendahl-Str. zwischen Hausnummer 15 und Am Bahnhof (einschließlich sog. Tüte)
    Sonstige Bereiche:
  • Emil-Gross-Platz
  • Arndtstr. zwischen Elsa-Brändström-Str. und Bahnhofstr.
  • Karl-Eilers-Straße
  • Sparrenburg von der Promenade kommend ab Beginn der Brücke
  • Tierpark Olderdissen

 

Die Verpflichtung zur Abdeckung von Mund und Nase gilt für alle Bürger*innen in Nordrhein-Westfalen. Ausnahmen gelten für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Für Beschäftigte kann die Verpflichtung durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen wie eine Abtrennung durch Glas, Plexiglas oder ähnliches ersetzt werden.

Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt:

 

  • Veranstaltungen und Versammlungen sowie Kongresse mit mehr als 1.000 Personen sind unzulässig.
  • An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens 25 Personen teilnehmen (gilt ab Montag, 19. Oktober).
  • Die Maskenpflicht gilt auch am Sitz- oder Stehplatz bei Konzerten, Aufführungen, sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen sowie für Zuschauer bei Sportveranstaltungen.
  • Die Maskenpflicht gilt auch in regelmäßig stark frequentierten Außenbereichen wie Fußgängerzonen, in denen der Mindestabstand kaum einzuhalten ist. Wo genau das vor Ort ist, legen die Kommunen ausdrücklich fest.
  • Die Kommunen können in Abstimmung mit dem Landeszentrum Gesundheit, dem Gesundheitsministerium und der Bezirksregierung weitere Schutzmaßnahmen wie eine Sperrstunde für gastronomische Einrichtungen anordnen.

Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt:

  • Bei Veranstaltungen sind innen und außen maximal 100 Personen zulässig; es sei denn, die zuständige Behörde lässt Ausnahmen auf Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zu.
  • Der Betrieb gastronomischer Einrichtungen und der Verkauf alkoholischer Getränke ist von 23 Uhr bis 6 Uhr unzulässig.
  • An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens zehn Personen teilnehmen (gilt ab Montag, 19. Oktober).
  • In der Öffentlichkeit dürfen sich außerhalb von Familien und Personen zweier Hausstände nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen treffen.

Reiserückkehrende aus Risikogebieten, die nach Nordrhein-Westfalen einreisen, müssen sich grundsätzlich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben.

Ab dem 15. Juli 2020 kann zur Befreiung von der Quarantänepflicht ein maximal 48-Stunden vor Einreise vorgenommener negativer Corona-Test vorgelegt werden. Auch ein in Deutschland nachgeholter Test kann vorgelegt werden, allerdings müssen bis zur Feststellung des negativen Testergebnisses die Quarantäneregeln eingehalten werden.

Darüber hinaus gelten Ausnahmeregelungen z.B. für Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren sowie für Personen, die aus bestimmten Gründen (Verwandtschaftsbesuch, Sorgerecht, Besuch von Lebenspartnern etc.) für weniger als 72 Stunden nach Deutschland einreisen. Weiterhin gilt die Regelung nicht für Personen, die sich auf der Durchreise durch Nordrhein-Westfalen (ohne Übernachtung) befinden.

Mehr Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Welche Entgeltansprüche kann ich geltend machen für mein Unternehmen und meine Mitarbeitende?

Grundsätzlich regelt das Infektionsschutzgesetz die Entschädigung von Verdienstausfällen, die aufgrund des Infektionsschutzes entstanden sind. Grundlage hierfür muss zwingend die durch eine zuständige Behörde (i.d.R. Gesundheitsamt oder Ordnungsamt) ausgesprochene Quarantäne bzw. Tätigkeitsverbot sein. Kein Anspruch besteht daher bei einer freiwilligen Quarantäne (z.B. nach der Rückkehr aus dem Urlaub), bei Schließung des Betriebes oder der Einrichtung sowie bei Veranstaltungsabsagen.

Berechtigte sind hierbei sowohl Arbeitnehmer*innen, wie auch Selbstständige und Freiberufler*innen bis hin zu 450-Euro-Jobber. Dabei ist zu beachten, dass die Beantragung über den Arbeitgeber erfolgt, der in Vorleistung geht und anschließend einen Erstattungsantrag über das Portal https://www.ifsg-online.de/ stellt.

Weitere Infos zum Antragsverfahren finden Sie auf der Seite des zuständigen Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe: https://www.corona-infektionsschutzgesetz-nrw.lwl.org/de/quarantaene-und-taetigkeitsverbot/. Nutzen Sie auch das dortige Kontaktformular bzw. die Telefon-Hotline unter 0800 933 63 97 zur Beantwortung weiterer Fragen.

Mittlerweile gibt es eine gesetzliche Regelung, dass auch Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind, entschädigt werden. Der Anspruch besteht, wenn

  • die Schule oder Kindertagesstätte, die Ihr Kind besucht, aufgrund behördlicher Anordnung zur Verhinderung der Verbreitung einer Infektionskrankheit geschlossen wurde und
  • Ihr Kind noch nicht zwölf Jahre alt ist oder
  • Sie ein Kind mit Behinderungen haben, das auf Hilfe angewiesen ist, und
  • Sie Ihr Kind in der Zeit der Schließung selbst zu Hause betreuen müssen, weil
  • Sie eine anderweitige, zumutbare Betreuung nicht sicherstellen können und
  • Sie dadurch einen Verdienstausfall erleiden.


Auch hier gilt, dass der Antrag vom Arbeitgeber (oder Selbständigen) über das Portal https://www.ifsg-online.de gestellt werden muss, der die Auszahlung der Entschädigung übernimmt.

Auch für diesen Fall stellt der zuständige Landschaftsverband Westfalen-Lippe ausführliche Infos bereit unter https://www.corona-infektionsschutzgesetz-nrw.lwl.org/de/kinderbetreuung/. Nutzen Sie auch das dortige Kontaktformular bzw. die Telefon-Hotline unter 0800 933 63 97 zur Beantwortung weiterer Fragen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat in Reaktion auf die Corona-Pandemie und ihre möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft das Kurzarbeitergeld flexibler gestaltet und somit die Voraussetzungen für den Bezug erleichtert. Kurzarbeitergeld kann demnach beantragt werden, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten im Betrieb oder einer Betriebsabteilung einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.

Die darüber hinaus gehenden Voraussetzungen nach § 95 SGB III gelten unverändert. Eine Übersicht darüber finden Sie unter:
https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug-corona-virus-infos-fuer-unternehmen_ba146368.pdf

Für den Zeitraum des Arbeitsausfalles kann für sämtliche vom Arbeitgeber zu entrichtende Sozialbeiträge (Beitrag für Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung) eine Erstattung beantragt werden.

Zur Beantragung brauchen Sie die beiden folgenden Formulare:

Anzeige KUG: https://www.arbeitsagentur.de/datei/anzeige-kug101_ba013134.pdf

Antrag KUG: https://www.arbeitsagentur.de/datei/antrag-kug107_ba015344.pdf

Die Bundesagentur für Arbeit hat für den Vorgang der Beantragung ein Video-Tutorial veröffentlicht:
https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-video

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld erhalten Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld 

Ja, gegebenenfalls ist das möglich. Das Förderprogramm „go-digital“ schließt aufgrund der aktuellen Situation nun auch die Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen mit ein.

In Modul 3 „Digitalisierung von Geschäftsprozessen“ können ab sofort IT-Dienstleistungen, die die Einrichtung von Homeoffice-Plätzen zum Ziel haben, beantragt und bewilligt werden. Begünstigt sind Unternehmen, die mit weniger als 100 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Mio. EUR erwirtschaften.

Ansprechpartner ist die EURONORM GmbH unter Tel. 030/97003333

Weitere Infos finden Sie unter https://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-digital/go-digital.html

Sie verdienen genug, um für sich selbst zu sorgen, aber es reicht nicht oder nur knapp für die ganze Familie? Dann können Sie für Ihre Kinder einen Zuschlag zum Kindergeld beantragen – den KiZ.

In der Corona-Zeit wurde der Kinderzuschlag angepasst: Er hilft so auch Eltern, die aktuell zum Beispiel wegen Kurzarbeit oder ausbleibender Aufträge nur noch ein kleines Einkommen haben.

Sie können bis zu 185 Euro monatlich je Kind zusätzlich zum Kindergeld erhalten. Dazu kommen die Leistungen für Bildung und Teilhabe wie 150 Euro pro Schuljahr für Schulmaterialien und ein Zuschuss für die Mitgliedschaft im Sport- oder Musikverein. Erhalten Familien den KiZ, zahlen sie außerdem keine Kitagebühren.

Mehr Informationen erhalten Sie hier

Welche Präventionsmaßnahmen kann ich in meinem Betrieb vornehmen?

Um die Belastung des Gesundheitssystems so gering wie möglich zu halten und die Versorgung schwer kranker Patienten sicherzustellen, ist es wichtig, dass sich das neuartige Coronavirus so langsam wie möglich ausbreitet.

Daher zielen derzeit sämtliche Anstrengungen von Regierung, Behörden und des Gesundheitssystems darauf ab, die Zunahme täglicher Neuinfektionen zu verlangsamen. Indem möglichst viele Menschen zu Hause bleiben und Abstand zueinander halten, trägt jeder dazu bei, dass sich das Virus langsamer verbreitet.

Für die schrittweise Rückkehr von mehr Beschäftigten an den Arbeitsplatz greifen bundesweit einheitliche, verbindliche Regeln zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus.

Grundsätzlich ist der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen auch bei der Arbeit einzuhalten. Dies gilt auch für das Aufhalten in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen. Hierfür müssen Zugangsregelungen, Absperrungen oder Markierungen umgesetzt werden. Ist dies nicht machbar, müssen alternativ Trennwände installiert werden. Sollte auch das nicht möglich sein, sollten die Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen sowohl für die Beschäftigten als auch für Dienstleister und Kunden zur Verfügung stellen.

Arbeitsabläufe sollten so organisiert sein, dass Beschäftigte möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben. Das gilt auch für Pausen, Schichtwechsel oder Anwesenheiten im Büro. Vermeiden Sie generell Meetings oder größere Gruppenansammlungen. Lassen sich diese nicht komplett vermeiden, gilt auch hier: Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander, vermeiden Sie Berührungen, öffnen Sie Fenster und reduzieren Sie die Besprechung auf ein Minimum an Zeit (max. 15 Minuten).

Stellen Sie darüber hinaus sicher, dass in ausreichender Zahl Waschgelegenheiten und Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen. Sollte ein*e Beschäftigte*r Symptome – wie zum Beispiel leichtes Fieber – haben, gilt der Grundsatz: Niemals krank zur Arbeit kommen, bis der Verdacht durch einen ärztlichen Befund aufgeklärt ist. Sollten die Symptome während der Arbeitszeit auftreten, gilt es den Arbeitsplatz unmittelbar zu verlassen.

Grundsätzlich sollte es weiterhin in jedem Unternehmen einen Pandemie- oder Notfallplan geben. Dieser zeigt auf, wie Sie sich im Falle einer Pandemie am besten zu verhalten haben.

Einfache Hygienemaßnahmen spielen auch bei der Arbeit eine entscheidende Rolle, um sich und andere vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen. Die wichtigsten Hygienetipps sind:

  • Halten Sie stets ausreichend Abstand (mind. 1,5 Meter) zu Menschen, ganz besonders bei Husten, Schnupfen oder Fieber.
  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch.
  • Vermeiden Sie Berührungen – zum Beispiel durch Händeschütteln oder Umarmungen.
  • Waschen Sie regelmäßig und ausreichend lange (mindestens 20 Sekunden) Ihre Hände mit Wasser und Seife.
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass sich Mitarbeiter*innen mit dem Coronavirus angesteckt haben, müssen Sie sie unverzüglich und kontaktlos nach Hause schicken. Damit kommen Sie Ihrer Fürsorgepflicht nach, die Sie auch für Ihre übrigen Beschäftigten haben. 

Wenden Sie sich anschließend an Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt ist dann sowohl für den Meldeweg als auch für die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Zudem informiert die Behörde Sie unter anderem darüber, wie Sie sich fortan zu verhalten haben.

In Quarantäne muss, wer ein hohes Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Dies ist der Fall, wenn man innerhalb der letzten 14 Tage engen Kontakt zu einem laborbestätigten COVID-19-Patienten hatte. Ein enger Kontakt bedeutet, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat, bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.

Fragestellungen rund um das Thema Home-Office

Die Arbeitsumgebung entscheidet nicht selten darüber, wie produktiv Mitarbeitende im Homeoffice sind. Im Idealfall gibt es in der Wohnung ein Arbeitszimmer oder zumindest einen Raum, der provisorisch dazu umfunktioniert werden kann. Um Ablenkungen des Alltags vorzubeugen, ist es zu empfehlen den Tag durchzustrukturieren:

  • Die Mitarbeitenden sollten sich einen Zeitplan aufstellen, der mit den Kollegen und der Familie abgestimmt wird.
  • Um die Aufgaben nicht aus den Augen zu verlieren, sind klar definierte Ziele unerlässlich.
  • Damit die Heimarbeit sich nicht wie eine Auszeit vom Job anfühlt, kann es hilfreich sein, sich morgens genauso anzuziehen als würde ein normaler Bürotag anstehen.
  • Regelmäßige Pausen sind wichtig und halten die Produktivität hoch.
  • Telefonate sind eine gute Möglichkeit, um sich kurz zu bewegen. Das macht den Kopf wieder frei.
  • Um die Verlässlichkeit unter den Kollegen zu garantieren, sollten An- und Abwesenheiten klar kommuniziert werden.

Kurz an der Bürotür klopfen, um nach einer Information zu fragen? Das ist im Homeoffice nicht möglich. Messenger-Programme wie Slack oder Teams schaffen hier Abhilfe. Die Büro-Chats sind in der Lage, die Kommunikation sowohl einzelner Teams als auch des gesamten Unternehmens zusammenzuführen.

Mehr zu Slack: https://slack.com
Mehr zu Teams: https://news.microsoft.com/de-de/engagement-fuer-kunden-covid-19/

Zoom gehört hier zu den bekanntesten Anbietern. Gespräche lassen sich zwischen zwei Teilnehmern sowie mit dem gesamten Team aufsetzen. Es gibt die Möglichkeit der Gruppenkonferenz, die Teilung der Bildschirme und der Aufzeichnung. In Gruppenkonferenzen kann Zoom bis zu 40 Minuten kostenlos genutzt werden. Darüber hinausgehende Lizenz-Versionen fangen ab 13,99 €/Monat/Nutzer an.

Mehr Informationen erhalten Sie hier: https://zoom.us/de-de/meetings.html

Neben Zoom nutzen viele Unternehmen auch Skype. Es ist ein etabliertes Tool für Audio- und Videoanrufe, Messaging, Bildschirmübertragung und Anrufaufzeichnung. Die Nutzung ist über Laptop, Handy, Tablet, Web, Alexa und Xbox möglich. Bis zu 50 Personen können kostenlos an einem Gruppen-Videoanruf teilnehmen.
Mehr Informationen erhalten Sie hier: https://www.skype.com/de/features/group-video-chat/

LifeSize ist eine dritte Lösung für Videokonferenzen und digitale Meetings. Momentan ist eine kostenfreie Nutzung über 6 Monate für Konferenzen mit bis zu 25 Personen möglich. Mehr Informationen erhalten Sie hier: https://signup.lifesize.com/

Ob ein Meeting vor Ort oder online stattfindet – Meeting-Regeln führen dazu, sich effizient und zielgerichtet auszutauschen. Folgende Tipps helfen:

  • Begrenzen Sie die Teilnehmerzahl. Nur wer wirklich etwas zu sagen hat, sollte auch an dem Meeting teilnehmen.
  • Bereiten Sie eine Agenda vor und schicken Sie diese vor dem Meeting per E-Mail an alle Teilnehmer*innen oder fügen Sie die Agenda der Einladung bei.
  • Teilen Sie das Meeting in Zeitblöcke ein und achten Sie darauf, dass die Zeitfenster während des Meetings eingehalten werden.
  • Halten Sie die Ergebnisse des Meetings in einem Protokoll fest. So lassen sich Mitarbeiter*innen, die es betrifft, im Nachgang leicht über die Ergebnisse informieren.
  • Stellen Sie bei Online-Meetings sicher, dass jede*r Teilnehmer*in einen Link zur Videokonferenz inkl. Passwort erhalten hat. Testen Sie die Videokonferenz vorab, um mögliche Probleme mit der Technik rechtzeitig zu erkennen.

Das Mailprogramm funktioniert nicht mehr oder eine Einstellung ist versteckt – dann kann man sich mit Hilfe von TeamViewer virtuell über die Schulter bzw. auf den Bildschirm schauen lassen. Mit Hilfe des Tools können Teammitglieder auf den Rechner einer anderen Person zugreifen und nach einer Lösung suchen. Wichtig: Sensible Daten sollten nicht im direkten Zugriff liegen.