Fördermittel-Details

Bielefelder Start-up-Paket für innovative Gründungen aus Hochschulen

Ziel der Stadt Bielefeld ist es, die Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Gründer so optimal wie möglich zu gestalten. Dazu sollen ab dem 01.01.2022 durch die Bezuschussung von Miet-, Mietneben-, sowie Kommunikations- und Mobilitätskosten die Risiken in der Startphase minimiert werden. Außerdem sollen durch Angebote zur Vernetzung, Kooperation und Qualifizierung Synergieeffekte wischen den geförderten Unternehmen erzeugt und die räumliche Nähe zu den Zentren des Start-Up-Ökosystems genutzt werden. Somit soll ein wirtschaftsfreundliches Klima für Gründende und Ansiedlungswille unterstützt werden.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden Kleinst- und Kleinunternehmen mit maximal 50 Mitarbeitenden. Das antragstellende Unternehmen bietet Produkte und Dienstleistungen, die auf technologischen, betriebswirtschaftlichen, sozialen oder nachhaltigen Innovationen beruhen. Die Teams können interdisziplinär ausgerichtet sein. Dabei handelt es sich um Ausgründungen aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, um Ex-Mieter des ICB oder um eigenständige Gründungen.

  • Das Unternehmen muss bereits gegründet sein und darf längstens seit 3 Jahren am Markt bestehen.
  • Der Unternehmenssitz muss in Bielefeld sein.
  • Das Unternehmen darf keine weitere staatliche Förderung für die geförderten Bereich erhalten, das heißt, ein Doppelförderung ist auszuschließen.
  • Die Betreuung durch einen Mentor oder Mentorin / Coaching ist erwünscht.
  • Gründungen von Frauen, Diversitätsorientierung und Gemeinwohlorientierung werden berücksichtigt.

 

Was wird gefördert?

Mietkostenzuschuss

  • Büro-, Lager- und Produktionsflächen
    Gefördert werden 50 Prozent der Nettokaltmiete von Büro-, Lager- und Produktionsflächen bis zu einem Maximalsatz von 3 €/m². Dieser Betrag ist gedeckelt auf maximal 500 €/Monat pro Unternehmen, also 6.000 €/Jahr.
  • Labore und Reinräume
    Gefördert werden 50 Prozent der Nettokaltmiete von Laboren und Reinräumen bis zu einem Maximalsatz von 6 €/m². Dieser Betrag ist gedeckelt auf maximal 1.000 €/Monat pro Unternehmen, also 6.000 €/ Jahr.  Eine Förderung von Mischnutzung von Laboren und anderen gewerbliche Flächen ist möglich und wird anteilig berechnet. Der Höchstsatz bleibt allerdings bei 1.000 €/Monat und Unternehmen. Bei Shared Offices, Co-Working-Spaces und anderen Pauschalmietkostenmodellen mit zusätzlich gemeinschaftlich genutzter Fläche und/oder Infrastruktur, werden 50% der Pauschalmiete pro Unternehmen bis max. 500 €/Monat (also 6.000 €/a). gefördert.
  • Mietnebenkostenpauschale für Kommunikation, Energie und Mobilität
    Zusätzlich zur Nettokaltmiete wird eine Mietnebenkostenpauschale gefördert. Sie beinhaltet neben Kosten für Gas, Wasser und Strom auch den Bereich Telefonie, Internet und Mobilität. Förderberechtigte Unternehmen erhalten über den Mietkostenzuschuss hinaus 150 €/Monat und Unternehmen.

Unterstützung bei der Suche geeigneter Objekte

Die WEGE mbH unterstützt Antragstellende auf Wunsch bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Um Synergieeffekte durch Vernetzung der Akteure untereinander zu unterstützen, sollen bevorzugt Shared-Office-Lösungen geprüft werden.

 

Vernetzung – Vermarktung – Qualifizierung

Die WEGE mbH wird in Kooperation mit der Founders Foundation gGmbH und den Gründungsförderungseinrichtungen der Hochschulen Angebote zur Vernetzung, Vermarktung und Qualifizierung für Empfänger*innen der Zuschüsse aus dem Bielefelder Start-up-Paket anbieten:

  • Vernetzung
    Vernetzungs- und Kooperationsangebote zu den Zentren des Start-Up-Ökosystems und wirtschaftsbezogenen Netzwerken und Institutionen (u.a. Founders Foundation, Pioneers Club, weitere Coworking Spaces, Digitalisierungsbüro, Unternehmensnetzwerke)
  • Vermarktung
    Die WEGE mbH nutzt ihre Projekte und Instrumente, um die Vermarktungsaktivitäten der Nutzer*innen des Bielefelder Start-up-Pakets zu unterstützen. Im Rahmen des Netzwerks „Das kommt aus Bielefeld“ können die Start-ups auf der Internetseite portraitiert und als Gründer*innen des Monats ausgewählt werden.
  • Qualifizierung
    Die WEGE mbH organisiert in Kooperation mit der Founders Foundation und den Hochschulen regelmäßige Veranstaltungen zum Wissenstransfer in Bezug auf betriebswirtschaftliche Fragen, rechtliche Fragen, Instrumente zur Neukundenakquise und Unternehmensorganisation sowie Fördermittelberatung etc..

Im Bedarfsfall vermittelt die WEGE mbH Mentoren aus dem Mentorenservice Ostwestfalen.

Wie wird der Zuschuss beantragt?

Antragsverfahren: Mietkostenzuschuss für Büro, Lager, Produktions- und Laborfläche sowie eine Pauschale für Mietnebenkosten, Energie-, IT- und Mobilitätskosten.

  • Die Antragstellung erfolgt online auf der Internetseite der WEGE mbH, die notwendigen Antragsunterlagen werden hier bereitgestellt gestellt.
  • Ein Nachweis über die Höhe der Nettomietkosten wird eingereicht.
  • Die wirtschaftliche Realisierbarkeit des Unternehmenskonzeptes sind durch Vorlage des Geschäftsplans einem Auswahlgremiums der WEGE mbH darzulegen.
  • Anerkannt werden Mietzahlungen, die ab dem Jahr der Antragstellung geleistet werden. Eine rückwirkende Förderung ist nicht möglich. Grundlage ist ein abgeschlossener Mietvertrag zu gewerblichen Zwecken.
  • Eine Unterstützung von bereits geförderten Mietkosten ist ausgeschlossen. Ebenso ist bei dieser Förderung auf die Einhaltung der De Minimis Regelung zu beachten.
  • Die Förderdauer beträgt maximal drei Jahre ab dem Zeitpunkt der Beantragung, eine Verlängerung darüber hinaus ist nicht möglich.
  • Eine De Minimis Erklärung muss vorgelegt werden.
  • Außerdem kann das Unternehmen an einem Vernetzungs- und Qualifizierungsprogramm zur Sicherung des Unternehmens teilnehmen.

Rechtsgrundlage

Auf die Förderung besteht keinerlei Rechtsanspruch. Förderungen, die keine Deckung durch das Budget des jeweiligen Jahres finden oder vom Auswahlgremium der WEGE mbH abgelehnt werden, können nicht positiv beschlossen werden.

Das Budget ist gedeckelt auf 250.000 € im Jahr 2022 und 500.000 € ab dem Jahr 2023. Sollte die beantragte Fördersumme nicht durch das Budget gedeckt sein, entscheidet das Auswahlgremium nach Ermessen anhand der Tragfähigkeit des Geschäftskonzeptes und den unter Punkt 3 genannten Auswahlkriterien.